VLN – 200. Porsche Sieg für Frikadelli

Frikadelli Porsche
©Jan Brucke/VLN

Zugegeben, wirkliche Konkurrenz hatte der Frikadelli Porsche beim dritten Lauf der VLN auf der Nürburgring Nordschleife nicht. Trotzdem muss auch so ein Rennen erstmal gewonnen werden. Zudem hatte die Truppe nach dem 24h Rennen reichlich Arbeit, den Porsche überhaupt wieder fit zu bekommen – gedauert hatte dies bis zum Donnerstag vor dem Rennen.

Das Renngeschehen diktierte die Truppe aus Barweiler, wobei man noch einen kurzen Schreckmoment zu überstehen hatte. Das Heck des GT3-Renners fing beim Boxenstopp Feuer. Nach einem kurzen Löscheinsatz ging es aber weiter und Sabine Schmitz, Patrick Huisman und Klaus Abbelen konnten so den 200. Sieg eines Porsche in der Geschichte der Serie seit 1977 einfahren.

Mit aufs Gesamtpodium durften noch der Black Falcon Porsche 911 GT3 Cup aus der Klasse SP7 und der 911er von raceunion Teichmann Racing aus der CUP2 Klasse. Überhaupt war die Marke aus Zuffenhausen standesgemäß am besten vertreten. Standesgemäß, weil wir uns halt nach dem 24h Rennen befinden und das Interesse seit jeher dann etwas abfällt. Dieses Jahr beim Blick auf das Teilnehmerfeld sicher noch etwas mehr.

Podium VLN3
©Jan Brucke/VLN

Dazu gibt es auch in Sachen Tempolimit, den sogenannten Slow Zones, nichts Neues zu vermelden, außer, dass dieses weiterhin dazu gehört. Es scheint nicht wirklich so, als wollte man dies ändern. Oder tut sich was bei den Herren vom DMSB? Nicht wirklich -in Ruhe nachzulesen bei Motor-Kritik. Stattdessen flattert vor kurzem die Meldung rein, dass der neue Mercedes AMG GT3 beim nächsten Lauf seine Rennpremiere feiern wird. Alles für die GT3 oder wie? An das Thema möchte man wohl wirklich nicht ran. Klar, ich sehe den neuen Benz auch gerne auf der Strecke, Betätigungsfelder wird dieser aber auch in zahlreichen anderen Serien genug finden.

In LeMans – nur mal so zum Vergleich – hat man diesbezüglich ein eigenes Reglement. Danach hat man sich halt zu richten, wenn man dort teilnehmen will. LeMans ist halt besonders,  die Nordschleife aber auch. Ansonsten hätten wir ja auch schon Jahre vorher an der Strecke rumdoktern können, um die DTM oder GT2- ,vielleicht auch GT1-Boliden auf die Bahn zu schicken.

Eifelblitz
©Jan Brucke/VLN

Der dritte VLN-Lauf war mit Blick auf das Gesamtstarterfeld sicher wieder mehr Breitensport, es wird hier bei einer Momentaufnahme geblieben sein. Vielen Zuschauern reicht das wohl heute auch nicht mehr, obwohl die Zweikämpfen in vielen Klassen sehenswert sind. Daher wird man sich in der Masse auf den neuen GT3-Renner aus Stuttgart freuen.

Weg von der GT3, hin zur Meisterschaft. Die führt derzeit der Eifelblitz an. Das Trio Jörg Weidinger, Michael Schrey und Uwe Ebertz vom Team Scheid-Honert Motorsport konnte sich in der CUP5 Klasse mit ihrem BMW M325i knapp durchsetzen. Erst in der letzten Runden übernahm man die Führung und gewann die eigene Klasse mit keinen 12 Sekunden Vorsprung. Guter Motorsport geht auch in Abwesenheit von zig GT3-Boliden. Keep Racing!

©Jan Brucke/VLN
©Jan Brucke/VLN – Audi R8 aus der Klasse SP8
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