VLN4 Preview – 48. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy

Renault RS 01

©Felix Maurer Photography

VLN4 – 148 Teilnehmer

Wenn am kommenden Samstag der nächste VLN-Lauf über die Bühne geht, findet sich die exakt gleiche Anzahl von Teilnehmern wie beim dritten Lauf in der Eifel ein. 148 Nennungen für den vierten Saisonlauf gibt es zu verzeichnen, wobei es dieses Mal dann wieder 11 GT3-Boliden sind, die sich in der SP9 tummeln werden.

Beim Blick ins Feld fällt einem aber zunächst einmal auf, dass kein Audi R8 LMS mit am Start ist. Land Motorsport wäre gerne dabei gewesen, aber zum einen ist Stammpilot Connor De Phillippi nicht fit, zudem sieht man sich bei der erneuten Anpassung der Balance of Performance im Nachteil. Vor dem vierten Lauf wurde die Tankkapazität des Ingolstädter GT3-Boliden ein wenig gestutzt, aber schon die BoP, die vor dem dritten Lauf zum Zuge kam, machte es den Audi nicht gerade einfacher.

VLN Nürburgring

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Mehr Kraftstoff hat man dem Ferrari 488 und dem Mercedes-AMG zugebilligt (1 Liter), während es bei den BMW M6 sogar 2 Liter Benzin sind. Walkenhorst und Falken treten mit dem wuchtigen M6 am Samstag an, während Frikadelli Racing wieder mit zwei Porsche im Einsatz ist.

Während Audi ganz fehlt, ist auch Mercedes nur mit einem AMG GT3 im Feld vertreten – die Truppe von Landgraf Motorsport ist erneut mit von der Partie. Man darf gespannt sein, wer den besten Porsche stellen wird, in Sachen Gesamtsieg kann man aber sicher erneut mit der Mannschaft vom Wochenspiegel Team Monschau rechnen. Der Renault R.S.01 aus der Klasse SP-X wird zudem sicher wieder vorne mitmischen wollen und auch können.

Blick in die VLN-Klassen

Fernab der GT3-Boliden tummeln sich auch bei VLN4 genügend andere interessante Wettbewerber. In der SP2T (VLN-Specials bis 1.750 ccm Hubraum mit Turbo) werden wir beispielsweise einen KIA Cee’d GT im Einsatz sehen. Das Fahrzeug wurde vom Team Bastuk entwickelt, als Fahrer sind hier Miguel Toril Boquoi und Bernhard Wagner am Start.

„Wir haben diverse Umbauten vorgenommen, unter anderem auch einen größeren Tank verbaut“, so Teammanagerin Anke Bastuck. „So wollen wir die Unterschiede, die ein Langstreckenrennen gegenüber einem Sprintrennen mit sich bringt, bestmöglich für uns nutzen, um in der Lage zu sein, auch auf der Langstrecke mit unserem KIA konkurrenzfähig zu sein.“

vln

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Dafür findet sich in der SP3T mit einem Seat Cup Racer lediglich 1 einziger Teilnehmer. Während auch nur zwei Opel Astra in der CUP1-Klasse am Start sind, finden sich in der SP3 immerhin 8 Teilnehmer ein. Auch wieder mit am Start sind dabei die Ex-Meister Dirk und Tim Groneck mit ihrem Renault Clio.

Gut besetzt ist die V4 Produktionswagenklasse mit insgesamt 17 Startern, das ist sogar mehr als in der CUP5-Klasse. Beim Kampf um den Sieg in dieser immer wieder eng umkämpften Wertung finden sich nächsten Samstag 15 BMW M235i Racing Cup ein.

Ein Wiedersehen gibt es mit dem neuen BMW M4 GT3. Eingesetzt von ROWE RACING gehen Teameigner Michael Zehe, Thorsten Drewes und Dirk Adorf an den Start. Bis zur endgültigen Homologation in der GT4- Klasse SP10 startet der M4 in der Klasse SP8T (VLN-Specials bis 4.000 ccm Hubraum mit Turbo).

Eigentlich sollte man meinen, dass die Balance of Performance nach den 24 Stunden auf dem Nürburgring ein wenig in den Hintergrund rückt, doch die Diskussionen rund um die BoP bleiben uns wohl künftig ganzjährig erhalten. Hoffen wir erstmal ganz BoP-unabhängig auf einen spannenden VLN-Lauf am kommenden Samstag. In diesem Sinne, Keep Racing!

VLN Nürburgring

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