VLN – Abschlussklassenfahrten 2017

VLN 9 2017

©Jan Brucke/VLN

VLN 2017 – Saisonfinale – 42. DMV Münsterlandpokal

Schon ist wieder ein VLN-Jahr rum. Mit dem 42. DMV Münsterlandpokal, dem neunten Lauf 2017, endete die Saison in der Grünen Hölle am 21. Oktober.

Während im Fokus des letzten 4h-Rennens in diesem Jahr der Kampf um die Meisterschaft stand, den Michael Schrey für sich entscheiden konnte, gab es neben dem 50. Gesamterfolg von Manthey Racing an der Spitze des Feldes noch zahlreiche Klassenkämpfe.

TCR – Meisterfahrt

Die TCR-Klasse stand ganz im Zeichen der Gesamtmeisterschaft, da hier kurzerhand Michael Schrey das Duo von mathilda racing verstärkte. Gemeinsam mit Andy Gülden und Benjamin Leuchter ließ der VW Golf GTI mit der Startnummer 802 nichts anbrennen und feierte den fünften Saisonsieg in der Klasse. Nach der Pole Position setzte man sich sukzessive von den Verfolgern ab und hatte am Ende nicht nur die schnellste Rennrunde verbucht, sondern sich auch einen Vorsprung von 3 1/2 Minuten auf den Seat Leon von Benedikt Gentgen und Arndt Hallmanns herausgefahren.

VLN VW Golf TCR 7. Lauf 2017

©Jan Brucke/VLN

Gülden und Leuchter schafften es zudem in diesem einen Rennen gleich doppelt aufs Podest. Durch einen Doppelstart auf dem Schwesterwagen kam man gemeinsam mit Michael Paatz auch noch auf den 3. Klassenrang. Dahinter lief der Audi RS3 LMS von Bonk Motorsport ein, der Norweger-Audi und der Peugeot 308 sahen die Zielflagge dagegen nicht.

BMW 235i Racing Cup – CUP 5

Mit 17 Teilnehmern gab es im BMW 235i Racing Cup genügend Siegeskandidaten, auch wenn sich Seriensieger Schrey mit Blick auf die Meisterschaft kurzfristig in die TCR-Klasse verabschiedet hatte. Am Ende gab es ein überraschend klares Bild. David Griessner und Yannik Fübrich hatten über 30 Sekunden Vorsprung und holten den Klassenerfolg vor dem Eifelblitz von Thomas Jäger und Rudi Adams.

VLN Klassen

©1VIER.com

Bereits 2 Minuten Rückstand hieß es für die Drittplatzierten am Ende, das Duo von FK Performance aus Yannick Mettler und Patrick Hinte konnte sich beim Kampf um den letzten Podestrang gegen das Team von Walkenhorst Motorsport durchsetzen.

Porsche 911 GT3 Cup – CUP 2 – Die#1 ganz vorne

Mit dem Neuzugang Marek Böckmann verstärkte sich das Team von Gigaspeed Get Speed Performance in der CUP2-Klasse.  Bereits nach zwei Runden musste sich jedoch die Startnummer #1 in die Box begeben, da das aufgesammelte Herbstlaub die Motortemperaturen in die Höhe trieb. Während des Boxenstopps entschied sich das Team von Regen auf Slicks zu wechseln, obwohl die Strecke voraussichtlich erst in zwei bis drei Runden abtrocknen sollte.

Steve Jans gelang dann das Kunststück, sich die Führung in der Klasse zu erobern, die die Mannschaft bis zum Ende nicht mehr abgab. Mit dem 6. Klassensieg sicherte man sich den Gesamtsieg in der Porsche Carrera Cup Klasse, sowie zudem den Junior Meistertitel für Alexander Mies.

CUP3 – Teichmann Racing siegreich

Daniel Bohr und Marc Hennerici konnten unterdessen die Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing für sich entscheiden. Nach dem Sieg von Moritz Gusenbauer und Daniel Bohr bei VLN 2 war Letzterer nun zusammen mit Vorjahres-Champion Hennerici erfolgreich.

Das Duo hatte nach vier Rennstunden einen Vorsprung von 7,719 Sekunden auf Hamza Owega, Alex Schula und Moritz Kranz. Das Trio von Mühlner Motorsport hatte sich bereits bei VLN 7 den Titel in der Fahrer- und Teamwertung gesichert. Die Mathol-Racing-Piloten Marc Keilwerth und Marcos Adolfo Vazquez sicherten sich durch ihren vierten Platz in der CUP3-Klasse die Meisterschaft in der AM-Wertung.

V4 – Ausfall für Manheller

Der ebenfalls 2017 in der Meisterschaft groß auftrumpfende Marcel Manheller hatte beim Saisonabschluss dagegen kein Glück. Im Verlauf einiger hitzigen Gefechte in der Klasse kam es jedoch zu mehreren Berührungen, die schließlich zu einer Beschädigung der Hinterachse führten. Das Rennen war somit für die Nummer 492 beendet.

VLN Abschlussklassenfahrt 2017

©Holger Hüttig/eifelblitzer.de via Manheller Racing

„Es war ein fantastisches Jahr, bis auf den letzten Lauf standen wir immer auf dem Podium und sind tolle Rennen gefahren“, fasste Manheller zusammen. Der Nachwuchsfahrer, der unter der Flagge des MSC Adenau startet, fuhr in diesem Jahr seine erste vollständige VLN-Saison und konnte sich schon im ersten Rennen mit einem Sieg behaupten. Auch Olaf Manthey freute sich für den jungen Piloten aus Döttingen: „Ich bin glücklich, dass Marcel Manheller so weit vorne mitfährt. Ich kenne ihn von klein auf. Was dieses Team mit verhältnismäßig geringen Mitteln leistet, ist außergewöhnlich. Dabei ist Marcel selber ebenfalls ein Phänomen. Er bringt Top-Leistungen, ohne dabei große Töne zu spucken. Ich bin davon überzeugt, dass man von ihm auch in Zukunft hören wird.“

Manheller musste sich am Ende in der Meisterschaft nur hinter dem alten und neuen Champion Michael Schrey, sowie dem Trio von Adreanlin Motorsport (Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils) anstellen. Der Klassensieg im letzten Rennen des Jahres ging derweil an Marc Roitzheim, Uwe Petersen und Andreas Schmidt in ihrem BMW 325i e90.

Und sonst noch – Blick ins Feld

In der V5 krönten Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils ihre Saison mit einem weiteren Sieg in ihrem Porsche Cayman, auch wenn dieser ihnen in Sachen Meisterschaft nicht helfen konnte. Dennoch kann man mit der VLN-Vizemeisterschaft mehr als zufrieden sein.

VLN Wertung

©Dunlop – Fischer, Konnerth und Zils – Titel in der  VLN-Produktionswagen-Trophäe

In der SPX kamen zwei neue Mercedes AMG GT4 hinter dem Klassensieger Manthey ins Ziel, in der CUPX ging es dagegen denkbar knapp zu. Im Ziel sicherten sich die Stuck-Brüder mit ihrem KTM X-Bow GT4 mit gerade einmal 0,645 Sekunden Vorsprung auf Arne Hoffmeister Arne und Christian Gebhardt den Klassensieg.

Der Opel Manta schaffte es leider nicht bis ins Ziel, die Klasse H2 ging diesmal an einen VW Jetta (Stefan Lohn, Philipp Eis, Norbert Mehling). Der Porsche 997 GT3 Cup von TAM-Racing und den Piloten Ralf Schall und Christopher Gerhard war in der Klasse H4 erneut nicht zu schlagen.

In der SP8 gewann der Ferrari 458 von racing one das Saisonfinale, während Christian Menzel und Dmitriy Lukovnikov die SP7 für sich entscheiden konnten. In Sachen VLN-Rennen soll es das für die Saison 2017 nun erstmal gewesen sein, in diesem Sinne, bis bald und Keep Racing!

Porsche VLN

©Jan Brucke/VLN