VLN – Erste Klassenmeister und Wechsel an der Spitze

VLN7 – Blick in die Wertungsklassen

Am vergangenen Samstag war ordentlich was los in der Grünen Hölle, eine gute halbe Stunde vor Rennende dann auch zu viel zwischen Fuchsröhre und Adenauer Forst.

Beim siebten VLN-Lauf des Jahres gab es reichlich Kleinholz, welches nicht nur für einen vorzeitigen Rennabbruch sorgte, sondern auch für viele Diskussionen im Nachgang, wie und ob man die Situation besser hätte regeln können. Ausgang des Unheils war der Abschleppvorgang des Opel Mantas, die daraus resultierende Ölspur wurde einigen dann zum Verhängnis, am Ende war die Nordschleife so blockiert, dass es keine Alternativen mehr zum Rennabbruch gab:

Während sich an der Gesamtspitze der Manthey-Porsche den Rennsieg holte, tat sich aber natürlich auch in den einzelnen Wertungsklassen so einiges.

Wechsel an der Tabellenspitze der VLN 2017

Knapp war der Zieleinlauf bei den VLN-Produktionswagen. Marcel Manheller und Carsten Knechtges wurden in Ihrem BMW 325 gerade einmal 1,737 Sekunden vor dem zweitplatzierten BMW von Hoforracing gewertet. Bei 17 Teilnehmern in der Klasse V4 ergatterte Manheller mit dem dritten Klassensieg der Saison 9,71 Punkte für den Sieg und setzte sich damit in der Meisterschaftswertung an die Spitze. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt vor den letzten beiden Rennen allerdings lediglich hauchdünne 0,04 Punkte.

„Das war ein hartes Rennen mit vielen Unfällen. Wir sind froh, das Auto heil durchgebracht zu haben“, so Marcel Manheller nach dem 57. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen. Nach der Startphase fand das Manheller Racing-Duo gut ins Rennen und konnte sich in der zweiten Rennhälfte sukzessive mit konstanten Rundenzeiten und schnellen Boxenstopps nach vorne arbeiten und kurz vor Ende die Führung übernehmen.

VLN 2017 Manheller Racing
©Ruben Schaefer via Manheller Racing

Auch die bis vor diesem Rennen noch Tabellenführer – Moritz Kranz, Hamza Owega und Alex Schula – gewannen ihre Klasse mit einem knappen Vorsprung von nur 0,393 Sekunden, wurden für den Sieg in der Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing allerdings nur mit 9,5 Punkten belohnt. Sie ließen im Gegensatz zum Duo Manheller/Knechtges nur neun Gegner hinter sich. Trotzdem war die Freude bei dem Mühlner-Trio groß, denn nach sieben Rennen stehen sie bereits vorzeitig als Sieger in der Cayman GT4 Trophy (CUP3) fest.

Neben dem vorzeitigen Titel der Klasse CUP3 konnte sich Mühlner Motorsport zusätzlich auch bereits jetzt die Meisterschaft in der Teamwertung sichern.

BMW M235i Racing Cup – Schrey weiter auf Kurs und mit Titelchancen

Die beste Punkteausbeute kann man immer in der CUP5-Klasse des  BMW M235i Racing Cup holen, denn hier hat man sich an ein nicht nur zahlenmäßig starkes Feld gewöhnt. Bei den 17 Startern setzte sich bereits zum fünften Mal Michael Schrey durch.

Der Vorjahresmeister bewahrt damit seine Chance auf eine Titelverteidigung. Hier spielen die Streichresultate noch eine Rolle, von daher ist Schrey noch mit im Rennen, darf sich aber keinen Ausrutscher mehr leisten. Seine schlechten Ergebnisse sind schon aufgebraucht, von daher ist er zum Siegen verdammt, auch bei den restlichen beiden Läufen des Jahres. Das ist in der Klasse nicht einfach, aber 5 Siege hier sind schon sehr beeindruckend.

Schrey hatte am Ende in der Wertung einen Vorsprung von fast 22 Sekunden auf den Eifelblitz vom Duo Thomas Jäger und Rudi Adas.

VLN Langstreckenmeisterschaft Nuerburgring 2017, 57. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen
©Jan Brucke/VLN

“Nach dem Rennen bin ich einerseits überglücklich über meine gezeigte Leistung- Ich konnte uns die Poleposition sichern, bin zudem einen neuen Rundenrekord und auch die schnellste Zeit im Rennen gefahren und war speziell gegen Ende des Rennens der deutlich Schnellste -, andererseits ärgert es mich natürlich, dass wir den Sieg knapp verpasst haben. Leider wurde das Rennen an einem für uns ungünstigen Zeitpunkt abgebrochen, ansonsten wäre es nochmals sehr spannend um den Sieg geworden. Dennoch können wir mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden sein und gehen so voller Selbstvertrauen in die kommenden Rennen. Danke an Rudi und an das Team für die super Boxenstopps. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Lauf in zwei Wochen”, so der Österreicher Jäger nach dem Rennen.

Knapp hinter dem Eifelblitz landete das Team von Pixum Adrenalin Motorsport mit David Griessner und Yannick Fübrich am Steuer auf dem dritten Rang.

Entscheidung in der SP7 für GetSpeed Performance

Nicht zu schlagen war unterdessen in der SP7 das Trio aus Frank Kräling, Marc Gindorf und Christopher Brück. Nach der Pole Position gab es deinen deutlichen Klassensieg für die Mannschaft von Gigaspeed Team GetSpeed Performance. Mit dem Porsche 991 GT America absolvierte man zudem die schnellste Runde in der Wertungsklasse in der Saison 2017 mit einer Zeit von 8:16.310 Minuten.

VLN 2017 SP7 VLN7
©Jan Brucke/VLN

Mit dem 1. Platz in der Klasse, gleichbedeutend mit dem 9. Gesamtrang, konnte man sich vorzeitig die Meisterschaft in der Klasse Specials bis 4000cm3 sichern. Für die Mannschaft gab es auch in der CUP2-Klasse etwas zu feiern. Alexander Mies, Tim Scheerbarth und Steve Jans sicherten sich den Sieg in der Porsche 911 GT3 Cup-Klasse und erreichten einen guten 10. Gesamtrang.

Mercedes AMG GT4 mit weiterem Testeinsatz

Zwei Mercedes-AMG GT4 absolvierten derweil auf der Nordschleife erfolgreich ihr weiteres Testprogramm, nachdem sie schon bei den VLN-Läufen 5 und 6 gestartet waren.

VLN 2017 Mercedes AMG GT4
©Gruppe C Photography via Mercedes-AMG Motorsport

Das Mercedes-AMG Testteam Uwe Alzen Automotive beendete das Rennen mit den Fahrern Fabian Hamprecht, Thomas Jäger und Mike Stursberg auf dem 19. Gesamtrang sowie Platz zwei in der SPX-Klasse. Carlos Gomez ‚Takis’ und Jan Seyffarth kamen für das Mercedes-AMG Testteam Black Falcon auf den vierten Klassenrang (Gesamtrang 35).

TCR – Leuchter und Gülden melden sich zurück

Anfang der Saison hatten Benjamin Leuchter und Andy Gülden der TCR-Klasse ihren Stempel aufgedrückt, bleiben zuletzt aber vom Pech verfolgt.

VLN VW Golf TCR 7. Lauf 2017
©Jan Brucke/VLN

Doch bei VLN7 schlug nun wieder die Stunden des VW Golf GTI TRC von mathilda racing. Das Duo lag am Ende über eine Minute vor dem Opel Astra von Kissling Motorsport, gute weitere 30 Sekunden zurück folge der Norweger-Audi RS3 LMS.

Und sonst noch…

Die Stuck-Brüder setzten sich in der Cup-X Klasse bei drei gestarteten KTM X-Bow GT4 durch, nach viel Pech beim 6. Lauf waren in der Klasse H4 Christopher Gerhard und Ralf Schall im Porsche 997 GT3 Cup von TAM-Racing wieder erfolgreich. In der SP8 war es der Ferrari 458 von racing one, der sich überlegen durchsetzen konnte.

Porsche VLN H4
©Jan Brucke/VLN

Norbert Fischer Norbert, Christian Konnerth und Daniel Zils entschieden am Steuer eines Porsche Cayman vom Team von  Pixum Adrenalin Motorsport die V5-Klasse für sich, während andere weniger Glück hatten. Der NEXEN-Mini musste in der zweiten Rennstunde nach einem unverschuldeten Unfall im Streckenabschnitt Schwedenkreuz VLN7 vorzeitig beenden. Ursache war Kühlmittel, das ein vorausfahrender Teilnehmer verloren hatte. Fahrer Ralph Beck musste zum Checkup sogar ins Krankenhaus, ihm geht es nach letzten Meldungen aber gut.

VLN7 brachte viel Spannung für die letzten zwei Rennen, aber leider auch etwas zu viel an Kaltverformung. Hoffen wir, dass das am 07.10.2017 beim 49. ADAC Barbarossapreis wieder besser und anders sein wird. In diesem Sinne, Keep Racing!

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