VLN – Kampf um die Meisterschaft

VLN

©Jan Brucke/VLN

VLN 8 – Enger Kampf um den Titel

Neben dem Triumph von Land Motorsport beim achten Saisonlauf der VLN rückte vor allem auch die Meisterschaftsentscheidung in den Vordergrund.

Michael Schrey konnte mit seinem sechsten Sieg in der BMW M235i Racing Cup Klasse in Folge die Titelentscheidung auf das Finale vertagen. Das Trio von Adrenalin Team Pixum Motorsport, Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils, hat seinerseits mit dem Sieg in der Klasse V5 das Maximum herausgeholt.

In der aktuellen Tabelle mit einem eingerechnetem Streichergebnis liegt man damit 0,11 Punkte vor Schrey. Die Situation vor dem Finale ist also klar: Holt Schrey noch ein weiteres Top-Ergebnis, verteidigt er seinen Titel. Gelingt ihm das nicht, geht die VLN-Krone an Fischer/Konnerth/Zils.

Manheller Racing V4

©Ruben Schaefer via Manheller Racing

V4 – Manheller mit Saisonsieg Nummer vier

Marcel Manheller und Carsten Knechtges gewannen die mit 18 Teilnehmern stark besetzte Klasse V4 knapp mit unter einer Sekunde Vorsprung vor dem Zweitplatzierten BMW 325i e90 vom Team Adrenalin Motorsport.

Dennoch verliert Marcel Manheller damit die Führung der VLN-Tabelle und liegt jetzt auf Rang drei – die Konkurrenz aus den anderen Klassen konnte ebenfalls kräftig punkten. „Wir haben heute alles gegeben und mit einem ersten Platz auch das beste machbare Resultat erreicht. Das ist eine tolle Leistung unserer kleinen Truppe“, betonte Teamchef Stefan Manheller.

Im Titelkampf hat Manheller nun keine Chance mehr auf den Gesamtsieg, der Punkteabstand ist zu groß. In der VLN zählen nur die sieben Besten von neun Ergebnissen. Die anderen werden als Streicher bezeichnet und wirbeln das Klassement nochmal kräftig durcheinander. Ein Platz unter den ersten fünf ist dem Team aus Meuspath am Nürburgring aber sicher. „Für Marcels erste VLN-Saison und mit einem selbstgebauten BMW ist das Ergebnis ausgezeichnet“, so Stefan Manheller. Und ein Lauf sei noch zu fahren, ein Podiumsplatz sei auch noch möglich.

BMW M235i Racing Cup – Schrey bärenstark

Michael Schrey war wieder einmal das Maß der Dinge in der CUP5-Klasse. Mit einem Vorsprung von rund 24 Sekunden auf Heiko Eichenberg setzte sich der amtierende Meister abermals durch und sorgt für ein spannendes Finale am 21. Oktober. Rang 3 in der regelmäßig stark besetzten Klasse ging unterdessen an Yannick Fübrich und David Griessner für die Mannschaft von Adrenalin Motorsport.

VLN 2017

©Jan Brucke/VLN

V5 – Meisterschaftsführung für Adrenalin Motorsport

Deutlich klarer ging es in der V5 bei 12 Teilnehmern zu. Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils fuhren einen deutlichen Sieg mit ihrem Porsche Cayman heraus und übernehmen damit aktuell die Tabellenführung, sind aber beim Finale davon abhängig, was Michael Schrey in der Cup5-Klasse treibt.

TCR – Opel Astra siegt, VW Golf feiert Klassenmeisterschaft

Benjamin Leuchter und Andy Gülden stehen mit ihrem Golf GTI TCR hier vorzeitig als erste Meister der 2017 neugeschaffenen Klasse fest. Dabei war die Entscheidung beim 49. Barbarossapreis keinesfalls ein Selbstläufer.

Mit einem zweiten Platz in der TCR-Klasse holten Benjamin Leuchter und Andy Gülden aber genug Punkte, um uneinholbar an der Spitze der Wertung zu stehen.

Opel Astra TCR VLN

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Der Opel Astra TCR mit Volker Stryceck und Hannu Luostarinen, eingesetzt von Kissling Motorsport, fuhr derweil seinen zweiten Klassensieg in diesem Jahr ein, begünstigt durch einen außerplanmäßigen Boxenstopps des mathilda-Golfes von Gülden und Leuchter zu Beginn des Rennens. Das Honda Racing-Team Schmid brachte den Honda Civic Type R TCR unterdessen auf dem dritten Klassenrang ins Ziel

Blick ins Feld

Extrem eng ging es im Ziel in der Klasse Cup 3 zu. Hamza Owega, Alex Schula und Moritz Kranz überquerten im Mühlner-Porsche die Ziellinie nur 0,232 Sekunden vor Gabriele Piana im Schwesterfahrzeug.

Der Sieg im TMG GT86 Cup ging an Dale Lomas, Lucian Gavris und Werner Gusenbauer unter der Bewerbung des MSC-Adenau. Den Sieg in der Porsche-Carrera-Cup-Klasse holten Alexander Mies und Tim Scheerbarth für das Gigaspeed Team GetSpeed Performance.

In der Klasse H2 war der Opel Calibra mit Tobias Jung und Carlos Antunes Tavares am Steuer erfolgreich, in der H4-Wertungsklasse waren es erneut Ralf Schall und Christopher Gerhard die für TAM-Racing ihren Porsche 997 GT3 Cup zum Sieg fuhren, vor dem Kremer-Porsche 997 K3.

Audi R8 LMS GT4

©Jan Brucke/VLN

In der SPX war es nur der neue Audi R8 LMS GT4 von Car Collection Motorsport, der die Zielflagge sah.

Einmal geht es jetzt also noch rund in der Grünen Hölle. Am 21. Oktober 2017 beim 42. DMV Münsterlandpokal wird dann auch im Endspurt die Meisterschaftsentscheidung fallen. In diesem Sinne, Keep Racing!