VLN – Land Motorsport siegreich

Land Motorsport
©Jan Brucke/VLN

VLN 6 2017 – Land Motorsport mit 1. Saisonsieg

Land-Audi gewinnt Vierkampf beim 40. RCM DMV Grenzlandrennen

Es war ein enger Kampf auf Augenhöhe zwischen zwei Porsche und zwei Audi am letzten Samstag in der Eifel. Im Qualifying übernahm erneut der Manthey-Porsche das Kommando und bestimmt das Renngeschehen direkt nach Startfreigabe. Doch der Phoenix-Audi blieb an „Grello“ dran und übernahm kurze Zeit später die Führung. Im Windschatten folgte sowohl der Falken-911er, als auch der Land-Audi R8.

Zudem dauerte es nicht lange, bis sich wieder der ein oder andere Regenschauer in der Grünen Hölle zeigte, die Wetterbedingungen blieben also erneut wie schon beim 6 Stunden-Rennen knifflig. Das Quartett aus den zwei R8 und den zwei 911er bestimmte fortan über lange Zeit das Renngeschehen. Gute eineinhalb Stunden vor Rennende lagen die ersten Drei gerade einmal zwei Sekunden auseinander.

Dann schnappte sich der Niederländer Robin Frijns im Land-Boliden die Führung, doch der Manthey-Porsche gab noch nicht auf. Als es auf der Döttinger Höhe dann an die Windschatten-Schlachten ging, hatte der Manthey-Porsche das Nachsehen und fiel ans Ende des Führungsquartetts zurück. In der Folge baute Frijns den Vorsprung auf die Markenkollegen aus, die sich gegen den Falken-Porsche durchsetzen konnten.

VLN 2017 Manthey Porsche
©Jan Brucke/VLN

Über eine ordentliche Portion Rennpech konnte sich unterdessen der Bolide von Manthey Racing beklagen. Während einer Gelbphase steckte die Startnummer #911 plötzlich in einem ganzen Pulk von Fahrzeugen hinter einem Schleppverband fest und kroch die Döttinger Höhe gemächlich hinunter. Diesen Zeitverlust konnte man nicht mehr aufholen und musste sich mit Rang 4 begnügen.

An der Spitze reichte es zum ersten Saisonsieg in der VLN für die Sieger vom 24h-Rennen. Dabei gab es vor allem ein Ärgernis, was Teamchef Wolfgang Land auf die Palme brachte. Die Tanksäule funktionierte nicht an der eigenen Box, man musste im späteren Rennverlauf auf eine andere ausweichen. Beim ersten Stopp ließ man so gute 15 Sekunden liegen. Der Ärger ist verständlich und die Aussage von Land mehr als nachvollziehbar, dass man bei 5.000 Euro Nenngeld durchaus etwas anderes erwarten kann.

Insgesamt war es der 23. VLN-Sieg der Mannschaft, die sich trotz der Tankprobleme durchsetzen konnte, denn auch bei der Konkurrenz lief es nicht rund. Die Mannschaft von Phoenix lag lange Zeit auf der ersten Position, verlor aber auf den Dunlop-Reifen bei den Mischbedingungen auf der Strecke an Boden. Für Falken gab es ein erneutes Podium zu feiern, diesmal war man nur mit dem Fabrikat aus Zuffenhausen in der Eifel angetreten.

VLN 6 2017
©BRFOTO Dirk Reiter

Mücke Motorsport stellt besten Mercedes AMG GT3

Für die Boliden mit dem Stern war das Grenzlandrennen ein schwieriges Unterfangen. Bereits in der ersten Runde rollte der Haribo-Mercedes mit Getriebeproblemen aus, so war es am Ende die Truppe von Mücke Motorsport, die bei ihrem Nordschleifendebüt mit Rang 5 den besten Benz stellten.

Dabei gab es noch ein Mercedes-internes Herzschlagfinale. Erst in der letzten Runde ging man an der Mannschaft von Black Falcon vorbei, so landet das Duo aus Edoardo Mortara und Christian Hohenadel einen Platz vor dem Trio Al Faisal/Johansson/Christodoulou.

Frühes GT3-Straucheln

Neben dem Haribo-Benz erwischte es einen Walkenhorst-BMW, der sich gleich in der ersten Kurve ins Aus drehte. Der Ferrari 488 GT3 vom Team Octane mischte munter vorne mit, hatte dann aber mit immensen Reifenproblemen zu kämpfen. Blasenbildung und Schäden gab es an den Pneus von Hankook zu verzeichnen, so dass der vielversprechende Auftritt nicht belohnt wurde.

Auch für BMW gab es letzten Samstag nicht viel zu holen. Der Walkenhorst-BMW des Trios Krognes/di Martino/Henkola landete als bester bayrischer Vertreter auf Rang 7 vor dem zweiten Manthey-Porsche von Lohs und Kern, sowie Norbert Siedler und Daniel Keilwitz auf Rang 9, die am Freitag bei den Testfahrten einen Unfall zu verzeichnen hatten.

„Klar hätten wir uns gerne weiter vorne platziert. Aber wir wussten, dass das schwierig werden würde. Uns fehlt natürlich noch die nötige Erfahrung mit den Falken Reifen. Umso wichtiger war es, möglichst viele Rennkilometer zu sammeln und das Auto heil ins Ziel zu bringen. Das ist uns heute gelungen. Die Nummer 31 trat nach dem Unfall am Freitag natürlich unter extrem erschwerten Bedingungen an. Platz neun ist vor diesem Hintergrund ein respektables Resultat.“, so Teamchef Klaus Abbelen.

VLN Nürburgring
©Gruppe C Photography

Sabine Schmitz und Andreas Ziegler brachten ihren Porsche 911 GT3 R derweil auf Rang 17 ins Ziel. „Ich mag diese Bedingungen, mir hat das Fahren richtig Spaß gemacht. Erstaunlich, wie gut die Slicks im Nassen funktioniert haben. Unser Porsche 911 GT3 R lag heute gut. Leider habe ich ein ums andere Mal hinter langsameren Autos einiges an Zeit verloren – in einem Stint hatte ich das Pech, auf einen ganzen Pulk von Fahrzeugen aufzulaufen. Ich war eingeklemmt und verlor dadurch zwei Plätze. Einen habe ich mir anschließend wieder zurückerobert und das Auto auf Rang zehn übergeben. Alles in allem bin ich vor dem Hintergrund der schwierigen Ausgangssituation nach dem Zeittraining mit dem Ergebnis zufrieden. Wir haben das Auto heil ins Ziel gebracht und viele Erkenntnisse gewonnen. Darauf können wir aufbauen“, so Sabine Schmitz nach dem Rennen.

VLN 2017
©BRFOTO Dirk Reiter

Schnitzer trat mit dem BMW M6 GT3 dieses Mal in der Klasse SP-X an, da man ein Evo-Paket für 2018 testete. Der Fokus lag daher ganz klar auf der Fahrzeug-Entwicklung, von daher spielte man auch keine Rolle im Renngeschehen. Die SP-X ging an den Renault R.S01 von mcchip-dkr, die damit auf dem 10. Gesamtrang landeten.

Bereits in der erste Runde musste die Truppe einen Reifenschaden verdauen, der rund 4 Minuten Zeitverlust bedeutete. Dieter Schmidtmann, Heiko Hammel und Felipe Fernandez Laser zeigten danach aber eine bärenstarke Aufholjagd.

Über dem Gesamtergebnis von VLN6 schwebt aktuell übrigens noch ein „vorläufig“, denn in der Cup4-Klasse läuft noch ein Protest (Toyota GT86 Cup). In Sachen VLN-Meisterschaft 2017 hat weiter das Trio aus Moritz Kranz, Hamza Owega und Alex Schula von Mühlner Motorsport nach einem zweiten Klassenrang die Oberhand, mehr zu den Wertungsklassen gibt es hier im Blog noch später.

Weiter mit der VLN Langstreckenmeisterschaft geht es jetzt am 23.09.2017 mit dem ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen. In diesem Sinne, Keep Racing!

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