VLN – nächster Halt: 42. DMV 4-Stunden-Rennen

Frikadelli Porsche

VLN2 – Vorschau 42. DMV 4-Stunden-Rennen

Kaum liegen die ersten Runden des VLN-Jahres 2017 in der Grünen Hölle hinter den Aktiven, geht es am kommenden Samstag auch schon in die nächste Runde. Während der DMSB anscheinend immer noch ausgiebig mit der Reifenanalyse der Klasse SP9 aus dem ersten Lauf beschäftigt scheint – das Ergebnis der GT3-Boliden bleibt damit immer noch provisorisch – anderes hat man noch nicht verlauten lassen, steht mit dem 42. DMV 4-Stunden-Rennen nun für die Akteure der Langstreckenmeisterschaft schon der zweite Auftritt auf der Nordschleife an.

GT3-Zuwachs bei Frikadelli – 31 Starter in der SP9

Das Teilnehmerfeld bleibt stabil und verzeichnet sogar etwas Zuwachs, so dass wir auf über 190 Meldungen kommen. Für die, die am Wochenende des 22./23. April 2017 nicht am Qualifikationsrennen zu den 24 Stunden teilnehmen, ist der zweite VLN-Lauf zudem schon die Generalprobe für die Hatz rund um die Uhr auf dem Nürburgring Ende Mai.

Black Falcon AMG GT3
©Jan Brucke/VLN

In der SP9 für GT3-Fahrzeuge gehen diesmal 31 statt 33 Teilnehmer an den Start. Darunter hat BMW in der Anzahl mit neun BMW M6-Boliden die Überzahl. Gespannt darf man sein, ob man ähnlich weit zurück liegt, wie beim Saisonauftakt, gewollt oder ungewollt.

Während Manthey Racing den zweiten Sieg in Folge anpeilt, bekommen wir einen zweiten Porsche 911 GT3 R in der SP9 von Frikadelli Racing zu sehen. Norbert Siedler und Lucas Luhr werden hier am Steuer sitzen und am Freitag den Roll-Out absolvieren und ausgiebig die Michelin-Pneus testen. Am Samstag haben beide dann einiges vor, aber wohl kein „Sandbagging“. Inwieweit das die Konkurrenz auch unterlässt, wird man erst nach dem Rennen abschätzen können.

Ferrari F458 VLN
©Jan Brucke/VLN

Blick in die Klassen

Zahlenmäßig kann zwar die SP8-Kategorie längst nicht mit den GT3-Boliden mithalten, dennoch ist hier Vielfalt angesagt. In der Wertungsklasse mit einem seriennahen Motor bis zu 6.250 ccm Hubraum treffen Aston Martin Vantage, BMW M3 GTR, Ferrari 458, Ford Mustang GT, Lamborghini Huracán und Lexus RCF aufeinander.

Pech hatte beim Auftakt hier das NGK Spark Plug Racing Team mit seinem Ferrari 458, schied man doch bereits in der Einführungsrunde aus. Beim zweiten Lauf soll der über den Winter neu aufgebaute GT-Sportwagen endlich durchstarten. „Wir haben mit dem alten Fahrzeug große Erfolge eingefahren, aber schließlich war er doch etwas in die Jahre gekommen“, erklärt Martin Kohlhaas, Teamchef und Fahrer in Personalunion. „Wir haben entschieden, einen neuen Ferrari anzuschaffen. Die Karosserie stammt von der GT3-Version, wurde jedoch, wie auch die Technik, für einen Start in der Klasse SP8 entsprechend modifiziert.“

Dörr Motorsport haderte unterdessen beim Saisonauftakt, laut eigenen Aussagen, mit einem „launischen Heckflügel“ am Lamborghini Huracán Super Trofeo, der das Team aus Frankfurt am Main daran hinderte, überhaupt an den Start zu gehen. Die Probleme am Supersportler aus Italien sind mittlerweile behoben, und Dominik Schwager, Philipp Wlazik und Uwe Wächtler wollen endlich Rennkilometer sammeln.

Zum ersten Mal in diesem Jahr bringt Ring Racing aus Boxberg nahe des Nürburgrings zwei Autos an den Start. Das Team errang in der vergangenen Saison zwei Klassensiege in der SP8. Beim 42. DMV 4-Stunden-Rennen sind nun sowohl die Limousine Lexus ISF CCS-R als auch das Coupé Lexus RCF im Einsatz. Alle jagen Privatier Bernd Kleeschulte, der mit seinem BMW M3 GTR beim Auftaktrennen die Klasse gewann. Für den 47-Jährigen war es der fünfte Klassensieg in der VLN, der erste in der Klasse SP8.

Scuderia Cameron Glickenhaus scg003c
©racing14.de

In der Wertungsklasse SPX soll VLN2 dann auch für den neuen Renault R.S.01 besser laufen, während die Scuderia Cameron Glickenhaus mit zwei Boliden (#702 und #704) antreten wird. In der SP3 wollen die Groneck-Brüder ihren Clio wieder zu alter Siegstärke führen, Konkurrenz gibt es hier reichlich, u.a auch durch den Subaru BRZ von Tim Schrick und Holger Spelsberg.

Neben der SP9 sind die CUP5-Klasse des BMW 235i Racing Cup mit 19 Startern und die V4 mit 18 Teilnehmern die am stärksten besetzten Klassen. Vor allem bei den 235i wird es wieder eng zugehen, das ist nicht schwer vorherzusagen. Bei den TCR-Boliden bringt das Team von Honda Racing-Team Schmid einen Civic an den Start, damit kommt die Tourenwagen-Klasse auf 9 Boliden, die Samstag die Grüne Hölle in Angriff nehmen werden.

Startschuss ist wie immer um 12 Uhr, das Zeittraining findet von  8:30 bis 10:00 Uhr statt. Einer wird allerdings am Samstag in der Eifel fehlen. Patrick Simon, sonst in der Kommentatoren-Box vertreten, greift für das Team von MishuMotors beim Saisonauftakt der EuroNASCAR in Valencia selber ins Lenkrad. In diesem Sinne, hoffen wir auf einen gelungenen zweiten VLN-Auftritt des Jahres 2017 und Keep Racing!

VLN 2017
©Jan Brucke/VLN
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