VLN 8 – Land-Duo mit Debütsieg

VLN Lauf 8 2017 – Land Motorsport zurück in der Eifel und gleich ganz vorne

Der Weg auf das Siegerpodest war für beide Piloten von Land-Motorsport beim achten VLN-Lauf Neuland. Dries Vanthoor feierte bei seinem ersten GT3-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife an der Seite von Routinier Markus Winkelhock gleich seinen ersten Sieg.

Damit ist der erst 19-jährige Belgier der jüngste VLN-Sieger aller Zeiten. Und auch wenn Winkelhock schon in der ganzen Welt erfolgreich gewesen ist, ein VLN-Sieg blieb selbst ihm bislang verwehrt.

VLN 8 2017

©Jan Brucke/VLN

Das Duo setzte sich im Audi R8 LMS am Ende mit einem Vorsprung von 1:02,313 Minuten gegen Hubert Haupt, Abdulaziz Al Faisal und Yelmer Buurman im Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon durch. Über Platz drei freuten sich Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach im Ferrari 488 GT3 des Wochenspiegel Team Monschau. Das WTM-Trio sicherte sich noch in der Qualifikation die Pole Position mit einer Zeit von 8:00,903 Minuten.

In der Startphase hielt sich Krumbach aus allen Positionskämpfen heraus. „Wir sind einfach unser eigenes Rennen gefahren“, sagte er. Nach Runde eins kehrte Winkelhock mit einem Vorsprung von knapp vier Sekunden schon als Führender zurück. Dahinter entbrannte ein packendes Duell um die Plätze zwischen Manthey- und Phoenix-Racing. Rundenlang fuhren Frank Stippler im Audi R8 LMS und Kévin Estre im Porsche 911 GT3 R im Abstand von wenigen Zentimetern durch die Grüne Hölle.

Unfall des Manthey-Porsche

Nach dem Fahrerwechsel auf Matteo Cairoli endete das Rennen für den Manthey-Porsche in Runde acht nach einem Unfall beim Überrunden eines langsameren Fahrzeugs vorzeitig. Beim heftigen Unfall wurde „Grello“ dabei für einen  BMW 318is aus der V2-Klasse regelrecht zur Sprungschanze, zum Glück sind alle mit dem Schrecken davon gekommen.

VLN Nürburgring Nordschleife

©Jan Brucke/VLN

Der Phoenix-Audi wurde letztlich auf Position fünf, hinter dem viertplatzierten BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport, abgewinkt.

„Ich hatte in der VLN bisher einfach viel Pech“, freute sich Winkelhock. „Deswegen ist es toll, auch hier endlich einen Haken drangemacht zu haben. Ich konnte den Grundstein zum Erfolg legen, als ich mich in den ersten Runden leicht absetzen konnte. Dries hatte danach deutlich mehr Action.“ Die schwierige Aufgabe des Siegerduos oblag beim 49. ADAC Barbarossapreis Debütant Vanthoor. Der 19-Jährige war im Fahrzeug, als Regen einsetzte und den Schwierigkeitsgrad deutlich steigerte. „Mit dem GT3 auf der Nordschleife im Regen, das war kein einfaches Renen für mich“, sagte er. „Umso schöner ist es, dass ich ganz oben auf dem Podest stehen kann.“

Das am Ende zweitplatzierte Black-Falcon-Trio büßte von Position zehn aus gestartet in der Anfangsphase Zeit im Verkehr ein. Haupt startete dann eine fulminante Aufholjagd. „Ich konnte peu à peu Boden gutmachen“, sagte er. „Ich war beim Wetterumschwung im Fahrzeug und habe dann einen Doppelstint absolviert, weil ich mit den Bedingungen auf der Strecke schon vertraut war. Gerade in meinem zweiten Turn konnte ich viel aufholen. Platz zwei ist ein Top-Resultat.“

Zufrieden waren auch die WTM-Piloten. „Toll, dass wir einen Podestplatz errungen haben“, sagte Weiss. „Die Bedingungen waren für uns heute nicht einfach, weil wir bei den niedrigen Temperaturen Probleme hatten, unsere Vorderreifen auf Temperatur zu bekommen. Vom Ergebnis her wäre vielleicht mehr drin gewesen, denn Oliver hat in seinem Stint durch eine Berührung mit einem Konkurrenzen viel Zeit verloren, bis er seine Fahrt fortsetzen konnte. Das hat uns bestimmt zwei Minuten gekostet.“

VLN SP7

©Jan Brucke/VLN

Get Speed in der Klasse SP7 Best of the GT3-Rest

Auf dem 6. Gesamtrang folgte bereits der Beste aus der Klasse SP7. Der Porsche 911 GT America vom Team GetSpeed Performance mit den Fahrern Frank Kräling, Marc Gindorf und Christopher Brück war am Ende deutlich Bester-Nicht-GT3-Bolide.

Auch überraschend auf Gesamtrang 7 war der KTM X-Bow der Stuck-Brüder. Johannes und Ferdinand Stuck gewannen damit natürlich die Klasse CUPX. Für Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Andreas Ziegler ging es bei wechselhaftem Eifelwetter am Ende auf den 13. Gesamtrang, während der Pro-Porsche der Mannschaft aus Barweiler andere Sorgen hatte.

Für den 911 GT3R mit der Startnummer 31 war das Rennen zur Halbzeit der Vierstundendistanz bereits beendet. Nach 96 Minuten musste Norbert Siedler das Auto außerplanmäßig an die Box bringen, da es den Geräuschemissions-Grenzwert überschritten hat. Die Reparatur warf den Porsche eine Runde zurück. Frikadelli Racing nutzte den weiteren Einsatz für Tests mit den Dunlop-Reifen, auf dem der Wagen an diesem Wochenende rollte. Als der Regen begann, brach das Team diese Abstimmungsarbeit ab.

VLN

©Jan Brucke/VLN

VLN-Endspurt 2017

Der letzte Aufritt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2017 findet am 21. Oktober mit dem 42. DMV Münsterlandpokal statt. Dann wird sich auch erst die VLN-Meisterschaft entscheiden. Der Blick auf den Stand der Dinge in der Gesamtwertung und die zahlreichen Wertungsklassen folgt, wie gehabt, noch später im Blog. In diesem Sinne, Keep Racing!