VLN Vorschau – 40. RCM DMV Grenzlandrennen

vln 2017
©Felix Maurer Photography

VLN 6 – Preview 40. RCM DMV Grenzlandrennen

Nach der langen Sommerpause geht es in Sachen VLN jetzt Schlag auf Schlag. Das 6h-Rennen ist kaum Geschichte, da steht auch schon am kommenden Samstag der nächste Lauf ins Haus. Vor dem 40. Grenzlandrennen stehen allerdings, wie so oft, Änderungen an der BoP, der Balance of Performance, ins Haus.

Allerdings betreffen diese jetzt nur die Mercedes AMG GT3. 15 Kilogramm Zuladung gibt es für die schnellen Sterne, dafür darf man nun drei zusätzliche Liter Benzin und zwei weitere Liter hinsichtlich der Füllmenge an Bord haben.

Zuwachs in der SP9 –  Mücke Motorsport mit Mercedes AMG GT3 am Start

Mehr als ein pinker (oder besser rosa) Farbtupfer will die Mannschaft von Mücke Motorsport sein, die mit ihrem Mercedes-AMG GT3 und der Startnummer #26 ihr VLN-Debüt geben werden. Der Bolide war schon in der GT Masters-Serie siegreich und wird von Christian Hohenadel und Edoardo Mortara durch die Grüne Hölle manövriert.

„Die VLN Langstreckenmeisterschaft zählt zu den populärsten Breitensport-Rennserien Europas und ich freue mich, dass wir als Team dort erstmals an den Start gehen. Jeder Motorsport-Fan kennt die Tücken der Nordschleife, die es zu bewältigen gilt. Unser Fokus mit dem Mercedes-AMG GT3 liegt darauf, die Rennserie und die speziellen Herausforderungen der Strecke kennenzulernen. Wenn dabei ein gutes Ergebnis herauskommt, umso besser – das hat aber keine Priorität“, so Teamchef Peter Mücke zum neuen Einsatzgebiet.

Mecedes AMG GT3 Nürburgring 2017
©Gruppe C Photography via ADAC Motorsport

17 Starter in der SP9 – Viele GT3-Favoriten

Mit insgesamt 17 Teilnehmern wird es beim Kampf um den Gesamtsieg bei den GT3-Boliden sicher wieder eng zugehen. Manthey Racing möchte an den Erfolg bei den 6 Stunden anknüpfen und besetzt den #911er-Porsche diesmal mit Romain Dumas und Patrick Pilet. Im Pro-Sport Porsche von Frikadelli Racing wird unterdessen beim nächsten Lauf Daniel Keilwitz neben Norbert Siedler ins Lenkrad greifen.

„Die Nordschleife des Nürburgrings ist immer etwas Besonderes, ich freue mich sehr auf meinen ersten VLN-Saisonstart auf dieser Strecke“, betont Keilwitz. „Am Steuer des Porsche 911 GT3 R bin ich zwar noch so etwas wie ein Rookie, aber ich bekomme am Freitag bei Testfahrten ausreichend Gelegenheit, mich auf diesen Rennwagen einzuschießen – und die Strecke selbst stellt für mich ohnehin kein Problem dar.“

„Wir gehen mit den gleichen Zielen ins Rennen wie immer: Von unserer Profi-Besatzung mit unserem Stammfahrer Norbert Siedler und Daniel Keilwitz wünschen wir uns den ersten Sieg der laufenden Saison“, gibt Klaus Abbelen eine ehrgeizige Marschroute vor und nimmt sich selbst und seine beiden Mitfahrer im Porsche mit der Nummer 30 dabei nicht aus. „Auch wir wollen in der Pro-Am-Wertung auf Platz eins fahren. Allerdings wird diese in diesem Jahr neu eingeführte Klasse meiner Meinung nach gegenüber der Öffentlichkeit nicht genügend kommuniziert. In internationalen Serien funktioniert dies besser.“

vln frikadelli porsche
©BRFOTO Dirk Reiter

Die Sieger der 24 Stunden sind auch wieder mit von der Partie, bei Land Motorsport teilen sich diesmal Connor De Phillippi und Robin Frijns das Cockpit des Audi R8. Neben Phoenix Racing vertraut auch Car Collection Motorsport nächsten Samstag auf das Fabrikat mit den vier Ringen.

Für die Neueinsteiger von Mücke werden die Teams von Haribo Racing und Black Falcon sicher der Maßstab in Sachen AMG GT3 sein. Mit dem Team Octane 126 aus der Schweiz gibt es einen weiteren Neuzugang zu vermelden. Für die Piloten Björn Grossmann und Alexander Müller gilt es aber sicher erstmal darum, im Ferrari 488 GT3 Erfahrung auf der Nordschleife zu sammeln.

Ein BMW M6 GT3 tritt allerdings diesmal in der SP-X-Wertung an. Der Bolide vom Team Schnitzer ist mit Teilen eines Evo-Pakets ausgestattet, das BMW Motorsport derzeit mit Blick auf die Saison 2018 für seine Kunden entwickelt und erprobt. In dieser Wertung tummeln sich erneut beide neuen Mercedes AMG GT4 von Black Falcon und Uwe Alzen Automotive.

Erfreulich ist hier auch die Rückkehr des Renault RS01 von mcchip-dkr, zumindest steht dieser wieder auf der vorläufigen Teilnehmerliste. Aktuell arbeitet die Mannschaft mit Hochdruck daran, den schnellen Franzosen für Dieter Schmidtmann, Heiko Hammel und Felipe Fernandez Laser am Samstag auch wirklich an den Start zu bringen. Rowe Racing schickt unterdessen seinen BMW M4 GT4 wieder in der Klasse SP8T an den Start.

vln langstreckenmeisterschaftr
©Jan Brucke/VLN

Blick in die Klassen

Lanza Motorsport ist zum ersten Mal 2017 mit dem BMW 325 Ci in der Klasse SP4 vertreten, das Toyota Gazoo Racing Team Thailand schickt einen Corolla Altis in der SP3 auf die Reise, hier trifft man neben einigen Clios auch auf den Subaru BRZ von Tim Schrick und Holger Spelsberg.

In der SP2T findet sich neben dem NEXEN-Mini auch ein Exot wieder. Das Team Bastuck bringt wieder einen KIA cee´d GT/R a den Start, hier wird Bernhard Wagner allein am Steuer sitzen. Nach dem Debüt, bei dem man es unfallbedingt nichts in Ziel schaffte, geht man voller Vorfreude in den zweiten Auftritt des roten KIAs.

„Wir alle sind maximal motiviert und gespannt auf das Wochenende. Jeder weiß, wie besonders diese Strecke ist und als Team in der VLN anzutreten, ist für uns neben der Herausforderung auch eine große Freude. Alle sind mit viel Leidenschaft dabei und das spornt uns gegenseitig an“, so Teammanagerin Anke Bastuck.

In den Klassen V4 und V5 haben sich jeweils 14 Teilnehmer versammelt, während die Meisterschaftsführenden von Mühlner Motorsport in der Cup3-Klasse auf andere 9 Konkurrenten treffen. Hamza Owega, Alex Schula und Moritz Kranz haben auf jeden Fall vor, ihre Führung in der Gesamtwertung zu behalten. Und da es bei diesem Trio derzeit einfach rund läuft, gehen wir an dieser Stelle einmal onboard mit Moritz Kranz bei der Fahrt durch die Grüne Hölle:

Es treffen sich am Samstag dann auch wieder vier KTM X-Bow GT4 in der CUP-X-Wertungsklasse. Die Stuck-Brüder haben hier sicherlich Nachholbedarf, nachdem es beim 6h-Rennen nach einem Unfall in der Qualifikation nicht zum Start reichte.

In der TCR-Klasse hofft mathilda racing unterdessen wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Andy Gülden und Benjamin Leuchter sind sicherlich der Favorit auf den Klassensieg. Spannend wie immer wird es in der Cup5-Klasse der BMW M235i Racing, in der sich 18 Starter in bester Markenpokalmentalität um den Sieg streiten werden.

Das Zeittraining beginnt wie gehabt um 08.30 Uhr, Rennstart des 4-Stunden-Rennens ist um 12 Uhr mittags. Insgesamt haben wir auf der vorläufigen Teilnehmerliste 158 Fahrzeuge und sicher genügend spannende Duelle auf der schönsten Rennstrecke der Welt. In diesem Sinne, Keep Racing!

Share: Beitrag teilen