VLN – Wochenspiegel Team Monschau siegreich

VLN3

©Felix Maurer Photography

VLN – Wochenspiegel Team Monschau mit Debüterfolg

Zwar zeigte sich das GT3-Feld nach den 24 Stunden, wie erwartet, stark dezimiert beim dritten Lauf zur VLN, dennoch boten die Akteure am vergangenen Samstag auch wieder reichlich guten Motorsport in der Grünen Hölle. Bei der morgendlichen Zeitenjagd war es Sven Müller, der die acht Minuten-Marke knacken konnte und seinen Manthey-Porsche 911 GT3 R mit einen Zeit von 7:57,424 Minuten auf die Pole stellte.

Dahinter folgte der WTM-Ferari 488 GT3 mit einer Zeit knapp über 8 Minuten vor dem zweiten Manthey-Porsche und dem starken Renault R.S.01. Unterdessen fiel bei Frikadelli Racing vor dem Rennen die Entscheidung, nicht in das aktive Renngeschehen rund um den 59. ADAC ACAS H&R-Cup einzugreifen. Das Team hatte im 90-minütigen Training die Reifen eines anderen Anbieters ausprobiert und dabei erkannt, dass ein Start bei dem Vierstundenrennen in dieser Kombination keinen Sinn ergibt.

VLN 3 2017

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Während das Pro-Auto von Alex Müller und Klaus Bachler in der Garage blieb, ging das Pro-Am-Fahrzeug von Sabine Schmitz und Klaus Abbelen sowie Andreas Ziegler für ein paar Testrunden auf die Nordschleife. „Wir haben etwas Neues ausprobiert, aber das hat leider nicht funktioniert. Es ergibt für uns keinen Sinn, unter diesen Umständen beide Porsche ins Rennen zu schicken. Wir werden den dritten Saisonlauf noch für einige Tests nutzen, planen aber nicht, bis zur Zielflagge zu fahren. Das ist sehr schade für unsere Fans an der Strecke, wir hätten ihnen wie immer gerne eine gute Show geboten. Beim nächsten Lauf sind wir wieder mit von der Partie“, so Teamchef Klaus Abbelen nach der Qualifikation.

Die Pole-Setter behielten beim Rennstart um 12.00 Uhr ihre Führung. In der Besetzung Steve Smith, Randy Walls und Sven Müller konnte sich der Porsche in der Anfangsphase vor Jochen Krumbach im WTM-Ferrari halten, mit zunehmender Renndauer setzte sich aber der schnelle Italiener durch, da half auch die Zuladung gemäß der Balance of Performance vor VLN3 der Konkurrenz nicht weiter.

Wochenspiegel Team Monschau WTM Ferrari

©Jan Brucke/VLN

Teamchef Georg Wies machte sich zwei Tage nach seinem 58. Geburtstag am Ende damit das schönste Geschenk, als er nach guten 4 Stunden Renndauer als Sieger abgewunken wurde. Der Vorsprung der Mannschaft vom Wochenspiegel Team Monschau betrug am Ende über 50 Sekunden auf den Zweitplatzierten. Während sich der Pole-Wagen von Manthey mit zunehmender Renndauer von der Spitze verabschieden musste und am Ende Rang 4 erreichte, war es das Trio aus Otto Klohs, Mathieu Jaminet und Lars Kern, die mit Platz 2 den besten Porsche 911 GT3 stellten.

Rang Drei ging an Michael Ammermüller und Jeffrey Schmidt im Land-Audi, das Duo profitierte dabei allerdings von einer Zeitersatzstrafe von 185 Sekunden für den Renault RS 01, der aber eine grandiose Vorstellung im Spitzenfeld ablieferte.

Für die Siegermannschaft hat sich unterdessen der Markenwechsel von 2016 zu 2017 mehr als gelohnt, nachdem man schon bei den 24 Stunden bestens unterwegs war. „Ich war mir zu Beginn meines Stints nicht sicher, ob der Vorsprung auf den Manthey-Porsche reichen würde“, so Georg Weiss. „Jetzt bin ich extrem glücklich, dass es nach zehn Jahren mit unserem Team endlich zum ersten Sieg gereicht hat. Das ist für mich ein großes Ereignis. Ich habe großes Vertrauen in das Auto. Und neben der guten Performance haben wir eine Klimaanlage, die bei sommerlichen Temperaturen wie heute natürlich auch genutzt wird“, so der überglückliche Teamchef nach dem Rennen.

Mercedes AMG GT3

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Der einzige Mercedes AMG GT3 im Feld von Landgraf Motorsport erreichte mit den Piloten Stefan Schmickler und Kai Riemer vor dem Walkenhorst-BWM Z4 Rang 5, während auf Platz 8 mit dem Trio aus Frank Kräling, Marc Gindorf und Christopher Brück und dem Porsche 911 GT3 Cup von GetSpeed Performance bereits der beste Bolide aus der SP7 das Ziel erreichte.

VLN3 2017 – Blick in die Klassen

TCR-Zuwachs

In der TCR-Klasse brach die Serie von mathilda racing und dem Duo aus Benjamin Leuchter und Andreas Gülden, die beim dritten Lauf noch von Konstantin Kletzer im Cockpit des VW Golf unterstützt wurden. Dagegen konnten sich Benedikt Gentgen und Marcel Willert im Seat Sport Leon TCR von FEV-Racing über den ersten Sieg freuen. Dahinter lief der Audi RS3 LMS von Matthias Wasel, Marcus Löhnert und Christian Schmitz (LMS Engineering) als Zweitplatzierter ein.

Benedikt Gentgen und Marcel Willert fuhren im Seat Sport Leon TCR den ersten Sieg für FEV-Racing in der neuen TCR-Klasse ein. Nach zwei Siegen in Folge mussten sich Andreas Gülden, Benjamin Leuchter und Constantin Kletzer im Volkswagen Golf GTI TCR von mathilda racing mit Platz drei zufriedengeben. Zweite wurden Matthias Wasel, Marcus Löhnert und Christian Schmitz im Audi RS3 LMS von LMS Engineering. Die bisherigen Seriensieger mussten sich den Klassensieg nach einem Problem am Radlager abschminken, bei der Aufholjagd war man zudem in einer Code60-Phase zu schnell unterwegs und fing sich eine Zeitstrafe ein.

Nürburgring VLN Boxengasse

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„Schade, dass wir an diesem Wochenende nicht ganz oben standen, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir wussten natürlich, dass es nicht einfach werden würde, da die Teilnehmer der TCR-Klasse sich alle weiterentwickelt haben und die neuen Teams und Fahrzeuge wie zum Beispiel die Opel sehr stark sind. Hinzu kommt natürlich auch, dass wir etwas Pech hatten. Ohne das Problem mit dem Radlager und der Zeitstrafe wäre sicherlich mehr drin gewesen. Das Team hat jedenfalls erneut einen super Job gemacht“, so Leuchter nach dem Rennen.

Der von Kissling Motorsport erstmals eingesetzte Opel Astra TCR konnte von Beginn an überzeugen, nach einer frühen Führung mussten das Fahrerduo aus Hannu Luostarinen und Volker Strycek das Rennen allerdings nach 15 Runden aufgeben.

BMW M235i Racing Cup – Sieg für Alleinunterhalter

Einer der amtierenden VLN-Meister meldete sich letzten Samstag zurück. Michael Schrey, am Steuer seines BMW M235i Racing, gewann als Solopilot für das Team von Bonk Motorsport die Cup5-Klasse. Am Ende hatte der 34-jährige satte 26 Sekunden Vorsprung in der sonst sehr eng umkämpften Klasse. Zu Rennbeginn musste er sich allerdings noch längere Zeit mit dem Eifelblitz von Scheid-Honert duellieren, ehe er sich mit zunehmender Renndauer durchsetzen konnte.

VLN 2017

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Dabei kam ihm ein misslungener Boxenstopp der Konkurrenz zugute, als der Eifelblitz von Thomas Jäger und Rudi Adams bei Problemen beim Tankvorgang viel Zeit einbüßte. Das Team konnte sich immerhin in der vorletzten Rennrunde noch den zweiten Rang sichern, am Ende lag man keine zwei Zehntel vor Heiko Eichenberg im Team von Securtal Sorg Rennsport.

Führungswechsel in der VLN-Meisterschaft

Der Eifelblitz von Jäger und Adams ist mit Rang 2 in der Cup5-Klasse aber immer noch mehr als gut im Rennen in Sachen Meisterschaft. Allerdings waren es am letzten Wochenende Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils, die mit dem Klassensieg in der V5 die Meisterschaftsführung übernehmen konnten. Der Porsche Cayman vom Pixum Team Adrenalin Motorsport setzte sich hier gegen insgesamt 15 Konkurrenten durch. Das Trio Brück/Kräling/Gindorf ist nach dem Klassensieg in der SP7 Gesamtdritter.

VLN Nürburgring Nordschleife

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V4 – Knappster Zieleinlauf

Besonders eng ging es in der Klasse V4 zu. Auch hier durfte sich das Team von Pixum Adrenalin Motorsport über den Sieg in der Wertung freuen. Christopher Rink, Danny Brink und Phillipp Leisen hatten am Ende im BMW 325i gerade einmal 2,394 Sekunden Vorsprung auf Marcel Manheller und Hajo Müller vom Manheller Racing Team/MSC Adenau. Die Positionen drei und vier gingen hier unterdessen an Hofor-Racing: Bernd und Kevin Küpper kamen als Dritte in der Klasse vor ihren Teamkollegen Rolf Derscheid, Michael Flehmer und Zoran Radulovic ins Ziel.

Lange Zeit bestimmte das Duell Adrenalin Motorsport gegen das Manheller Racing Team das Bild in der Grünen Hölle, wobei letztere über weite Strecken in Führung lagen. Am Ende musste man sich aber knapp dem Wettbewerber geschlagen geben. „Wir haben zwei Sekunden pro Runde verloren – auf der Döttinger Höhe“, so Fahrer Hajo Müller. Wie das auf einer langen Grade passieren könne, sei ihm schleierhaft. Kurios: Nach dem Rennen wurde nur der Manheller-BMW wegen eines Protestes zur technischen Nachuntersuchung auf den Prüfstand gestellt – bereits zum dritten Mal innerhalb von 48 Stunden…Aber auch dabei gab es nichts zu beanstanden.

Renault RS 01

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Und sonst noch

Der Nexen-Mini lag in der Klasse SP2T lange Zeit in Führung, musste jedoch nach über 3 Stunden mit Motorenproblemen aufgeben – die Ursache war eine defekte Zündkerze. Die Wertung entschied daher am Ende der Renault Clio von Stanco&Tanner Motorsport und den Fahrern Stanco Luigi und Sandro Rothenberger für sich.

Auch der zweite Teil des Meisterduos von 2016 war letzten Samstag erfolgreich. Gemeinsam mit Steve Jans und Tim Scheerbarth gewann Alexander Mies die Cup2-Klasse im Porsche 911 GT3 Cup von GetSpeed Performance, gefolgt vom Team75 rund um LeMans-Sieger Timo Bernhard. Am Steuer saßen hier David Jahn und Böckmann, die vor einem weiteren GetSpeed-Porsche mit dem Trio Hill/Shoffner/Klasen ins Ziel kamen. Für die VLN geht es jetzt am 08.07.2017 mit dem 48. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy in die nächste Runde. In diesem Sinne, Keep Racing!

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