VLN1 – Debüterfolg – Klassensieg für Mercedes AMG GT4

Mercedes AMG GT4

©Daimler AG – Sieger SP10 bei VLN1

VLN 2018 – Debütsieg für Mercedes AMG GT4

Beim Auftakt zur VLN 2018 gab es in der Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge etwas unbeachtet auch den weltweit ersten Triumph des Mercedes AMG GT4 Boliden zu feiern.

Bei der Mannschaft von Black Falcon gab es für die Piloten der Startnummer #163, Stefan Karg, Moritz Oberheim, Fidel Leib und Nico Bastian somit allen Grund zur Freude, konnte man sich doch am Ende überlegen gegen die Konkurrenz in der Wertung durchsetzen.

Im Zeittraining, das wegen dichtem Nebel mit einer halben Stunde Verspätung aufgenommen wurde, sicherten sich die Fahrer Kaya, Toril und Piana die Pole-Position im Mercedes-AMG GT4 des Black Falcon Team TMD Friction.

Ihre Teamkollegen und die späteren Siegen Karg, Oberheim, Leib und Bastian waren nur unwesentlich langsamer und qualifizierten sich für Startplatz zwei. Im Rennen lieferten beide Fahrercrews eine fehlerfreie Leistung ab. Kaya, Toril und Piana wurden schlussendlich Dritter, während der Black Falcon Team IDENTICA-Mercedes-AMG GT4 den historisch ersten Sieg eines Mercedes-AMG GT4 im Kundensportbereich überhaupt feierte.

VLN Mercedes AMG GT4

©Felix Maurer Photography

Zwischen die beiden Mercedes schob sich der BMW M4 GT4 von Securtal Sorg Rennsport mit Heiko Eichenberg und Yannick Mettler am Steuer, die beide im Vorjahr noch im BMW M235i Racing Cup aktiv waren.

„Mit unserem Start in die Rennsaison auf der Nordschleife können wir sehr zufrieden sein. Wir haben hier den ersten Klassensieg weltweit mit dem Mercedes-AMG GT4 gefeiert. Dass wir so früh in der Saison so gute Ergebnisse mit dem Fahrzeug einfahren, zeigt, dass wir gute Arbeit geleistet haben“, so Stefan Wendl, seines Zeichenes Leiter bei Mercedes-AMG Customer Racing.

Gute Chancen auf ein Top3-Resultat hatte auch der von Phoenix Racing eingesetzte Audi R8 LMS GT4 mit Milan Dontje und Nicolaj Møller Madsen am Steuer, doch ein Reifenschaden beendete die Hoffnung auf ein Podiumsergebnis.

Hinter den ersten Drei lief somit noch der Porsche Cayman GT 4 CS von PROOM Racing auf Rang 4 ins Ziel ein. Auch beim Blick auf die schnellsten Rennrunden hatten der Mercedes AMG GT4 die Nase vorne. Die Pole-Sitter und am Ende Drittplazierten brannten eine Zeit von 8:41.298 Minuten in den Asphalt, die Sieger kamen auf eine 8:43.023 in der Grünen Hölle. Der Audi erreichte eine beste Rundenzeit von 8:48.982 Minuten, der am Ende 2. in der SP10, der BMW GT4 kam auf eine 8:59.649.

GT4 Nürburgring

©Jan Brucke/VLN

Warten auf den GT4-Boom

Schon mehrfach waren die GT4-Fahrzeuge als die Top-Kategorie der Zukunft in der VLN auserkoren, doch der Boom lässt noch auf sich warten. Die SP10 kam beim ersten Lauf insgesamt mit gerade einmal 8 Teilnehmern um die Ecke.

Neben den neuen Boliden von Mercedes, BMW und Audi waren noch der Aston Martin Vantage von Avia Racing vertreten, der o.g. Porsche Cayman und das war es dann auch schon. Das große GT4-Interesse ist also in der Eifel noch nicht angekommen. Das sieht europaweit schon anders aus, beispielsweise tritt die britische GT-Meisterschaft mit einem Feld von über 20 Fahrzeugen aus dieser Kategorie an, hier gesellen sich u.a. noch Jaguar, Toyota und Nissan zu den vertretenen Marken.

Bis die GT4-Klasse in der VLN ähnlich eng umkämpft sein wird wie die GT3, ist es noch ein langer Weg. Schauen wir mal, wie sich das Feld in dieser VLN-Saison in der SP10 noch entwickeln wird. In diesem Sinne, Keep Racing!

Aston Martin Vantage Avia Racing VLN

©racing14.de – Avia Aston Martin in der SP10 – Ausfall bei VLN1