VLN6 2017 – Klassenbeste

VLN6 2017
©Jan Brucke/VLN

VLN – 40. RCM DMV Grenzlandrennen – Mühlner Motorsport weiter Tabellenführer

Moritz Kranz, Hamza Owega und Alex Schula reichte am letzten Samstag in der Cayman-Cup-Klasse ein zweiter Rang hinter Schiller/Osieka, um nach sechs Rennen die Tabellenführung in der Fahrerwertung der VLN Langstreckenmeisterschaft vor Marcel Manheller zu verteidigen. Der Lokalmatador aus Döttingen fuhr zusammen mit Carsten Kueschgens seinerseits im BMW 325i des MSC Adenau auf Platz zwei in der Klasse V4.

Die Meisterschaftsführenden verpassten einen erneuten Erfolg in der CUP3-Klasse lediglich um eine gute Sekunde nach vier Stunden Renndistanz. Die in dieser Form erstmals angetretende Fahrerpaarung aus Fabian Schiller und Adam Osieka hatte am Ende die Nase um einen Hauch vorne. „Für uns war klar, dass wir nicht antreten um Zweiter zu werden. Mit dem Ergebnis in der Porsche Cayman GT4 Trophy haben wir das Potenzial der GetSpeed-Mannschaft auch in dieser Klasse unter Beweis gestellt“, so Fahrer und Teamchef Adam Osieka nach dem Rennen.

GetSpeed Porsche VLN6
©Gruppe C Photography

Der Mühlner-Porsche Cayman GT4 Clubsport liegt nach dem 6. Rennen des Jahres nun mit 54,72 Punkten vor Marcel Manheller mit 54,55 Zählern, der aufgrund der höheren Starterzahl in seiner Klasse etwas Boden gutmachen konnte. Dahinter folgt Claudius Karch aus der Klasse V6 mit 52,09 Punkten und dem Trio aus Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils mit 48,11 Punkten aus der V5-KLasse.

V4 – Sieg für Pixum Team Adrenalin Motorsport

Auch in der Klasse des Verfolgers der Meisterschaftsführenden, in der V4, wurde es „nur“ ein zweiter Rang. Marcel Manheller und Carsten Kueschgens waren zwar von der Pole-Position der V4 gestartet, verloren aber im Verkehr bereits früh wichtige Meter auf den Führenden. Manheller war dennoch zufrieden: „Der zweite Platz bringt immer noch viele Punkte für die Meisterschaft“.

Die Mannschaft vom Pixum Team Adrenalin Motorsport mit Christopher Rink, Danny Brink und Phillipp Leisen am Steuer hatte am Ende einen Vorsprung von rund zwei Minuten herausgefahren, knapp hinter Manheller lief die Mannschaft von Hofor-Racing ein.

V4 Manheller Racing
©Ruben Schaefer via Manheller Racing

BMW M235i Racing Cup – CUP5 – Michael Schrey triumphiert

Einen am Ende deutlichen Sieg konnte Michael Schrey in der Klasse der BMW M235i Racing Cup herausfahren. Der amtierende Meister konnte sich mit dem Klassensieg auf Position 9 im Gesamtklassement verbessern und fuhr am letzten Samstag bei 18 Teilnehmern in der CUP5-Wertung die meisten Zähler im Feld ein.

VLN 6 2017
©Jan Brucke/VLN

Auf den Podesträngen liefen dahinter Alleinunterhalter Heiko Eichenberg und der Eifelblitz von Thomas Jäger und Rudi Adams ein. „Nachdem wir nun zweimal in Folge ausgefallen sind, wollten wir dieses Mal natürlich unbedingt ins Ziel kommen. Auch wenn der dritte Platz uns nicht vollkommen zufrieden macht, ist es dennoch ein super Resultat. Aber ich denke, dass wir aufgrund der Ausfälle zuvor auch etwas verkrampft ins Rennen gegangen sind und dadurch wichtige Zeit verloren haben. Außerdem haben wir seit einem Unfall mit der Leistung unseres Motors zu kämpfen. Unter diesen Umständen ist ein Podium in einer so starken Klasse immer noch ein versöhnliches Ergebnis“, so Jäger nach dem Rennen.

BMW M235i Racing Cup
©1VIER.com

CUP2 – Noch ein Meister erfolgreich

Auch für den anderen amtierenden Meister neben Michael Schrey lief es letzten Samstag rund. Alexander Mies meldete sich mit seinen Kollegen Tim Scheerbarth und Steve Jans nach dem unglücklichen Aus im 5. VLN Lauf mit dem 4. Klassensieg zurück. Im Qualifying positionierte man sich zunächst nur auf dem 3. Platz, was wieder einmal zeigte, wie eng es in der Porsche Carrera Cup Klasse zugeht.

Startfahrer Jans lieferte sich schon in den ersten Runden ein spannendes Duell mit der Konkurrenz und kämpfte sich in seinem Stint unter schwierigsten Bedingungen und teilweise mit Slicks auf nasser Fahrbahn fulminant bis auf Platz 1 vor.

Nordschleife
©Jan Brucke/VLN

Mies übernahm anschließend für den 2. Stint und lieferte sich ebenfalls einen engen Wettstreit mit dem Zweitplatzierten von Team 75 Bernhard. Unterschiedliche Tankstrategien brachten einen ständigen Wechsel von Platz 1 und 2 mit sich. Für den langen Schlussstint mit 12 Runden trat Tim Scheerbarth an. In diesen letzten Runden entfachte noch einmal ein aufregender Kampf mit dem Zweitplatzieren, den Scheerbarth souverän für sich entschied und den 4. Sieg für die Mannschaft aus dem Gewerbepark am Nürburgring nach Hause fuhr.

David Jahn und Marek Böckmann mussten sich am Ende für das Team75 mit Klassenrang 2 und guten 18 Sekunden Rückstand abfinden.

TCR – Opel Astra siegreich

Mit einer Überraschung endete der Auftritt der TCR-Wertungsklasse. Hannu Luostarinen und Volker Strycek fuhren im Opel Astra TCR zum Sieg, gefolgt vom „Norweger“-Audi RS3 LMS und Michael Paatz und Constantin Kletzer im Seat Leon von mathilda racing auf Rang 3.

Benjamin Leuchter und Andy Gülden wechselten unterdessen für das 40. RCM DMV Grenzlandrennen auf das orangefarbene Schwesterfahrzeug ihres Golf GTI TCR. Nach der Pole und Führung im Rennen, mussten die beiden Volkswagenpiloten mit technischem Defekt in Runde 17 ihren sechsten Lauf vorzeitig beenden, nachdem man zuvor seiner Favoritenstellung in dieser Klasse wieder mehr als gerecht werden konnte.

VLN Nordschleife
©Jan Brucke/VLN

Und sonst noch…

Volker Strycek gewann letzten Samstag übrigens nicht nur eine Klasse. Zusammen mit seiner Tochter Lena war er neben dem Erfolg in der TCR auch in der Opel-Cup-Klasse erfolgreich. Strycek hat damit in der Klassensieger-Statistik mit Ralf Schall gleichgezogen. Beide Routiniers zählen 95 Erfolge. Bei Schall riss beim sechsten Lauf die Siegesserie. Fünfmal gewann er in diesem Jahr zusammen mit Christopher Gerhard im Porsche 911 GT3 Cup die Klasse H4, diesmal musste man sich mit Klassenrang 2 begnügen. Ursache war die Kollision mit einem Fahrzeug aus der TCR-Wertung.

In der Klasse SP2T musste der NEXEN-Mini derweil früh die Segel streichen. Die Mannschaft um Teamchef und Fahrer Ralf Zensen, Ralph Beck und Fabian Peitzmeier musste das Rennen aufgrund von Problemen an der Bremsleitung vorzeitig beenden. Die Klasse wurde von Stanco&Tanner Motorsport im Clio gewonnen, während der zweite Aufritt des roten KIA Cee’d GT/R ebenfalls ein erfolgreicher war. Das Team Bastuck brachte den KIA beim zweiten Anlauf in der VLN erstmals ins Ziel auf Klassenrang 3, dabei war Bernhard Wagner am Steuer über die Gesamtdistanz von 4 Stunden als Alleinunterhalter bestens beschäftigt.

Die CUP4-Klasse des Toyota GT86 Cup ging an die Mannschaft vom Toyota Swiss Racing Team, allerdings läuft hier noch ein Protest, so dass das Ergebnis aktuell noch vorläufig ist. Die Stuck-Brüder sicherten sich den Klassentriumph bei den KTM X-Bow und Tim Schrick brachte den Subaru BRZ als 1. in der SP3 über die Ziellinie. Die beiden noch ganz neuen Mercedes AMG GT4 erlebten derweil einen durchwachsenen Ausflug in die Eifel. Beide Bolide kamen nicht in die Wertung.

Drei Läufe stehen jetzt noch aus, der Herbst wird in der Eifel auf jeden Fall spannend werden beim Kampf um die Meisterschaft, soviel steht fest. In diesem Sinne, Keep Racing!

Share: Beitrag teilen