Ziel: Brands Hatch

PK Carsport Bert Longin
©NASCAR Whelen Euro Series – Meisterschaftsleader Bert Longin

So langsam blickt man in der NASCAR Whelen Euro Series nun nach England. Auf dem altehrwürdigen Kurs von Brands Hatch geht die Serie am 07. und 08. Juni 2014 in ihre zweite Runde. Man darf gespannt sein, wie es an der Spitze des Feldes weitergeht. Kann PK Carsport mit ihren beiden Fahrern Anthony Kumpen und Bert Longin wieder so auftrumpfen wie beim Saisonstart? Oder ist der amtierende Meister Ander Vilarino der Meinung, es wäre doch wieder mal an der Zeit für eine dominante Vorstellung wie in den letzten Jahren? Auf jeden Fall sind einige Piloten hungrig auf ein besseres Ergebnis, da für viele der Saisonstart nicht so lief wie geplant.

Vor allem auch der Vizemeister des Vorjahres, Frédéric Gabillon, der nach einem Ausfall und Platz 5 einiges an Boden gut zu machen hat, möchte auf dem 1,929 km langen Indy-Kurs von Brands Hatch den Weg aufs Podium zurückfinden. Schwieriger ist das in dieser Saison auf jeden Fall, hat doch schon der Auftakt gezeigt, dass es in diesem Jahr deutlich enger zu geht.

Ich persönlich bin auch sehr auf die Vorstellung von Eddie Cheever III gespannt. Der Youngster fühlt sich mit Dach anscheinend deutlich wohler als noch im Formelsport. In der italienischen Euro-V8-Serie ist er auch unterwegs, war hier schon siegreich. In Valencia war er in Diensten von CAAL-Racing auf Anhieb schnell unterwegs. Mit etwas mehr Rennglück auf jeden Fall ein Podiumskandidat.

Brands Hatch selber ist schon seit längerer Zeit im Kalender der Whelen Euro Series vertreten. Die Statistik spricht klare Worte: In England regiert in Sachen NASCAR Spanien. Doppelsieg von Ander Vilarino im Vorjahr, in der Saison 2012 musste der Meister nur einen Sieg an seinen Landsmann Javier Villa abgeben. Aber das Duo von PK Carsport wird ein Wort um den Sieg mitreden wollen, dieser ging ihnen ja in Valencia nur hauchdünn durch die Lappen. Als Tabellenführer sind Longin und Kumpen aber mehr als daran interessiert, diese Position inne zu behalten.

Brands Hatch 2013
©NASCAR Whelen Euro Series – Brands Hatch 2013

Auch die österreichische Truppe rund um Renauer Motorsport will bei ihrem zweiten Auftritt weiter Fortschritte machen. Valencia war der Sprung ins kalter Wasser, insbesondere auch für die beiden Fahrer Dominic Tiroch und Philipp Lietz. Mit dem Auftakt war man sehr zufrieden, ich denke mal, dass besonders Lietz in der ELITE2-Wertung noch auf sich aufmerksam machen wird. Um sich weiter zu verbessern testete man die Nr. #86 nochmals in Ungarn auf dem Pannoniaring. Noch kurzfristiger war der Einstieg von Team Brazil in die Euro Series. Victor Guerin, ehemaliger GP2-Pilot und in der ELITE1-Wertung am Start, wird sicher mit dem Auftakt nicht zufrieden gewesen sein, in Brands Hatch will auch er weiter vorne mitmischen.

Was gibt es sonst noch Neues ? DF1 Racing by B66 Raceconsulting aus Östereich hat nun neben dem Duo Christophe Bouchut und Mathias Lauda auch eins für die ELITE2-Wertung am Start. Hier wird italienisch gesprochen, neben Marsilio Canuti wechselte die junge Italienerin Francesca Linossi von CAAL Racing hin zu DF1 und wird künftig am Steuer der #66 sitzen.

Neu in Brands Hatch am Start wird das Team von VGJL Motorsports sein Dahinter verbirgt sich der Puerto-Ricaner Victor Gonzalez Jr., der am Steuer der Startnr. #17 (Toyota Camry) sitzen wird, sowie Joe Lax, der schon im Sprint Cup als Crew Chief tätig war. Gonzales Jr. war immerhin sporadisch schon einmal in der Nationwide Series und im Sprint Cup am Start.

#66 DF1 Racing
©NASCAR Whelen Euro Series

Ach ja, in Frankreich wird übrigens derweil gebaut. Für das Oval im französischen Tours wird ein zweites 9-Grad Banking angelegt – mal schauen, was die Strecke dieses Jahr so hergibt. Tours ist vom 05. – 06. Juli 2014 Schauplatz für die Whelen Euro Series, bevor auch wir in Deutschland die Boliden endlich zu Gesicht bekommen, dann im Rahmen des Truck Grand Prix auf dem Nürburgring am 19. und 20. Juli zum „Nürburgring 200“. Ich hoffe darauf, viele Leser von racing14 dort zu treffen, vom NASCAR-Fan bis hin zum VLN Fan. Auf jeden Fall können wir mit dem Truck Grand Prix auf dem Ring die größte Kulisse im Kalender bieten. Bis dahin ist es aber noch ein Weilchen hin und ich werde die Serie erstmal noch aus der Ferne weiterverfolgen. Keep Racing!

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