Whelen Euro Teamcheck

Pitlane Brands Hatch
©racing14.de – Boxengasse Brands Hatch

Brands Hatch liegt hinter den Teams und Piloten der Nascar Whelen Euro Series – jetzt geht es am nächsten Wochenende auf dem Tours Speedway nur links herum – wenn alles normal läuft. Mit den kommenden Rennen in Tours endet die reguläre Saison bereits, d.h. hier gibt es noch einmal normale Punkte, bevor es nach der Sommerpause auf dem Adria Raceway nicht weit von Venedig in der ersten Playoff-Veranstaltung um doppelte Zähler gehen wird.

Für die Fahrer wird sich kommendes Wochenende auch entscheiden, welches Ergebnis als Streichresultat wegfällt. Eine Vorentscheidung wird der Auftritt unweit von Le Mans nicht bringen, wahrscheinlich wird das Feld eher noch zusammenrücken. Nach Brands Hatch gibt es aber einige Teams, die vor der langen Pause etwas gut machen wollen.

Anthony Kumpen #24 PK Carsport
©racing14.de – Anthony Kumpen

PK Carsport

Bei den Belgiern läuft es wie geschnürt – weiterhin. Anthony Kumpen konnte in Brands Hatch einen Laufsieg einfahren, während Bert Longin auch besser bei der Musik war, zumindest im ersten Rennen, aber den Speed seines Teamkollegen nicht gehen konnte. Hinter ihm verlor der Italiener Nicolò Rocca die Geduld und beendete die Chance auf ein gutes Ergebnis von beiden.

In der ELITE2 ist Stienes Longin weiter das Maß der Dinge, auch wenn er gnädiger Weise ein Rennen in England nicht gewann. Gabriele Gardel konnte seinen Speed in England nicht in Resultate umsetzen, die gesamte Truppe hält aber weiterhin den Meisterschaftskurs. Lediglich im Sonntagsrennen bei feuchten Bedingungen der ELITE1 war man in Sachen Setup nicht gut aufgestellt, wer Rennsiege holen möchte, muss an der Mannschaft aber auch künftig erstmal vorbei.

Alon Day - EuroNascar
©racing14.de – Alon Day

CAAL Racing

Für die italienische Truppe war Brands Hatch ein klarer Aufwärtstrend nach einem schwierigen ovalen Wochenende in Venray. Der #54er Bolide war sowohl in der ELITE1, als auch in der ELITE2 siegreich. Day und Tineo Arroyo konnten gewinnen. Auch für Freddy Nordstrom gab es endlich mal wieder gute Punkte aufs Konto. Er wird, ebenso wie Justin Kunz, froh darüber gewesen sein, endlich mal ein größtenteils problemloses Wochenende gehabt zu haben. Lediglich Wagen Numero Drei konnte nicht die gewünschten Resultate einfahren, die #56 in Händen von Rocca und Deflandre hatte so einiges an Schwierigkeiten. CAAL Racing ist aber wieder in der Spur und erster Konkurrent von PK Carsport.

RDV #3 Frederic Gabillon
©racing14.de – Fred Gabillon

RDV Competition

Weiterhin eine famose Saison liefert EuroNascar Urgestein Frederic Gabillon ab, zwei zweite Plätze gab es in Brands Hatch – der Franzose wird beim Kampf um den Titel 2016 ein kräftiges Wort mitreden, bisher zeigt er kaum Schwächen. Auch der junge Franzose Ulysse Delsaux macht in der ELITE1 langsam Boden gut und verbessert sich sukzessive. Die Luft an der Spitze der EuroNascar ist in den letzten Jahren deutlich dünner geworden, sicher von vielen immer noch belächelt, hat das gesamte Feld mittlerweile eine enorme Qualität. Hier steigt man nicht einfach ein und fährt dem Rest um die Ohren. Vater und Sohn Bec fanden sich in Brands Hatch im zweiten Boliden der Mannschaft im Mittelfeld wieder.

SPV Racing

Die spanische Truppe setzt ganz auf Borja Garcia und das zurecht. Der Spanier ist, egal wo, immer in den Top5 zu finden. Immer noch muss man ihn auch in Sachen Meisterschaft auf der Rechnung haben. In der ELITE2 tut sich der Brite Shawn Wakefield noch schwer, hier gilt es erstmal Erfahrung zu sammeln. Im zweiten Boliden saß in beiden Wertungen der sympathische Slowake Christian Malcharek, der am Sonntag in der ELITE2 einen guten 7. Platz erreichen konnte.

Vict Motorsport

Der rote Mustang hatte ein schweres Wochenende in Brands Hatch, so wurde seine Front öfters nachhaltig ramponiert. Der bildschöne Bolide mit der #8 musste sowohl eine Kollision, als auch einen Ausflug ins Kiesbett in Paddock Hill Bend überstehen. Ganz knapp musste Dario Caso die Führung in der Challenger-Trophy dadurch abgeben. Arianna Casoli kam zu Beginn recht wenig zum Fahren, auf dem für sie noch neuen Kurs musste sie diesmal Landsfrau Erika Monforte den Vortritt in Sachen Lady Cup lassen, die in die Serie zurückkehrte.

Renauer Motorsport
©racing14.de – Florian Renauer

Renauer Motorsport

Florian Renauer siegte im Vorjahr noch im Brands Hatch, heuer ist er nur noch in der ELITE1-Wertung am Start. Hier ist der Weg an die Spitze hart, Rang 9 im ersten Rennen war aber eine starke Leistung, leider hatte er im Sonntagsrennen einen Ausfall aufgrund eines defekten Getriebes zu verkraften. Man hadert bei Renauer dazu noch etwas an der Abstimmung der neuen Dämpfer, hier geht es in den Playoffs sicher nochmal voran. Bitteres Wochenende unterdessen für Martin Doubek, der in der ELITE2 einen Doppelausfall zu verkraften hatte und somit viel Boden in der Gesamtwertung verlor. Gerade seine Konstanz brachte ihn in diesem Jahr nach vorne, Brands Hatch durchbrach seine Serie im negativen Sinne.

Während Peter Gross als Neuzugang eine solide Vorstellung gab, von einem zu optimistischen Überholversuch gegen Justin Kunz einmal abgesehen, hatte auch Willy Gruber nicht allzu viel Freude an seinem Auftritt, vor allem, als er im letzten Rennen bei der Anfahrt zu Paddock Hill Bend kurzerhand abgeräumt wurde. England war für Renauer keine Reise wert, vor allem auf den Kursen des Adria Raceway und Zolder sollte es aber nochmal deutlich nach vorne gehen.

DF1 Nascar Racing
©racing14.de – William Ayer

DF1 Racing

Auch die österreichischen Kollegen erlebten ein durchwachsenes Wochenende. Nachdem Mathias Lauda aus privaten Gründen seine Teilnahme kurzfristig absagen musste, sprang der Brasilianer William Ayer in der ELITE1 kurzfristig ein. Sein Ziel war hauptsächlich Ankommen, doch im zweiten Rennen verlor er den DF1-Chevy bei feuchter Strecke und konnte nichts Zählbares mit nach Hause nehmen.

Auch Freddie Hunt hatte bei seinem Heimrennen kein Glück, im ersten Rennen wurde er am Heck getroffen und auch im letzten Rennen des Wochenendes landete er im Aus. Für Roman Mavlanov gab es in der ELITE2 ebenfalls nichts Zählbares, das Ende vom Lied war ein Getriebeschaden. Jetzt kann es nur wieder aufwärts gehen.

Gianmarco Ercoli - EuroNASCAR
©racing14.de – Gianmarco Ercoli

Double T by Nocentini

Bei der italienischen Mannschaft war es wieder einmal Serienneuling Riccardo Geltrude, der mit den Rängen 7 und 4 die besten Ergebnisse einfahren konnte. Für ganz vorne hat es zwar nicht gereicht, doch der Italiener ist in der ELITE2 Meisterschaft der beste Rookie, das wird wohl auch so bleiben. Ein schwieriges Wochenende erlebte Gianmarco Ercoli in der ELITE1, der es schon gewohnt war, ganz vorne mitzumischen. Die Ränge 11 und 9 sind nicht das, was er sich erhofft hatte – Brands Hatch kann sicher das Streichresultat des Italieners werden, der in der Gesamtwertung aber weiter auf Rang 6 liegt.

Knauf Racing
©racing14.de – Thomas Ferrando

Knauf Racing Team

Die Formkurve bei der französischen Truppe zeigt deutlich nach oben. Wilfried Boucenna erreichte die Plätze 7 und 5 in den Rennen der ELITE1 knapp vor Thomas Ferrando, der seinerseits in der ELITE2 auch am Start war und hier jeweils eine Podiumsplatzierung einfahren konnte. Der junge Paul Guiod erreichte zweimal die Top10 in der Nachwuchswertung, ein gelungener Auftritt. Vor allem Boucenna ist bisher in der ELITE1 eine Überraschung und liegt derzeit auf Rang 5 der Meisterschaft

Brass Racing
©racing14.de – Jerry de Weerdt

Brass Racing

Die belgische Mannschaft schaffte es in England, den Frust aus Venray zu vergessen, als man mit dem Setup der Boliden haderte. Marc Goosens war von Beginn an ganz vorne bei der Musik und brachte für das Team das beste Resultat bisher in der EuroNascar nach Hause. Nach Rang 4 am Samstag konnte er mit Rang 3 am Sonntag seine starke Vorstellung krönen. Auch für Jerry de Weerdt ein mehr als gelungenes Wochenende, hat er doch im Rahmen der ELITE2 die Führung in der Legend-Trophy übernehmen können. Ich bin gespannt, was die Mannschaft dieses Jahr noch zeigen wird.

Motorsport 98

Eric de Doncker meldete sich mehr als solide im Feld zurück. Der ehemalige GT4-Pilot ließ Venray aus, da er hier in Spa-Francorchamps anderweitig unterwegs war, die Gesamtränge 6 und 5 sprechen aber eine deutliche Sprache. Der Belgier wird in der Meisterschaft und in seinen Trophy-Wertungen noch kräftig aufholen.

Marconi Abreu
©racing14.de – Marconi Abreu

Brazil Team

Der Brasilianer Marconi Abreu büßte zwar in Brands Hatch einiges an Punkten ein, konnte jedoch seinen 8. Gesamtrang in der ELITE2 halten, damit liegt er weiterhin auf Rang 2 der Rookie-Trophy. Sein Ziel wird es sein, den Platz in den Top 10 des Gesamtklassements zu halten.

Nascar Whelen Euro Series
©racing14.de

Team Maessen/Raceway Venray

Leider gab es eine kurzfristige Planänderung bei unserem niederländischen Team, die sich nicht auf den Weg nach Brands Hatch machten. Man wird Barry Maessen in der Startnummer #14 aber in diesem Jahr nochmals sehen, ganz sicher ist der Einsatz beim Saisonfinale im belgischen Zolder.

Nächster Halt für den EuroNascar-Tross ist am kommenden Wochenende nun der kleine Speedway in Downtown Tours – eng wird es hier auf jeden Fall wieder zugehen. In diesem Sinne, Keep Racing!

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