WorldRX – im Drift an die WM-Spitze

Ekström-Audi S1 Belgien 2016
©IMG/McKlein via FIAWorldRallycross.com

Mattias Ekström hat derzeit einfach einen Lauf – zumindest in der Rallycrossweltmeisterschaft. Beim Saisonauftakt konnte nur eine Handvoll Pech dafür sorgen, dass er nicht in den Finallauf einziehen konnte, im Motodrom des Hockenheimrings lief es dann aber rund oder besser quer – Ekström gewann den zweiten WM-Lauf. Nur eine Woche später machte der FIA World RX-Tross Halt auf dem Circuit Jules Tacheny im belgischen Mettet. Und der Schwede machte mit seinem Audi S1 da weiter, wo er im Badischen aufgehört hatte.

Lediglich ein Fehler in den Vorläufen warf ihn in der vierten Qualifikationsrunde ans Ende der Top10 im Zeitenklassement. Dennoch, Ekström sammelte die meisten Zähler vor dem Halbfinale, welches er standesgemäß gewann. Auch im Finale war dann kein Kraut gegen den Schweden gewachsen, der ein rundum gelungenes Wochenende mit der Übernahme der WM-Führung abschließen konnte.

WorldRX Belgien 2016
©IMG/McKlein via FIAWorldRallycross.com

Ein anderer tauchte aber jetzt da auf, wo man ihn erwartet. Rallye-Ass Sébastien Loeb konnte erstmals auf ein RX-Podium klettern. Rang 2 war für den Franzosen ein deutlicher Aufwärtstrend, der mit seinem Peugeot 208 WRX vom Team Hansen deutlich besser zurecht kam, allerdings noch einiges an Arbeit vor sich sieht: “Es wird noch einiges an Arbeit brauchen, bevor ich Ekström jagen kann. Er war bisher überall schnell. Aber immerhin waren wir jetzt hier in Belgien im Kampf um die Spitze. Wir müssen jetzt eine ähnliche Leistung in Lydden Hill abliefern”.

Belgien 2016 war gleichzeitig ein besonderer Meilenstein – erstmals seit Beginn der WM 2014 führt Petter Solberg nicht mehr die Meisterschaft an. Dennoch lieferte der Norweger wie gehabt eine starke Leistung ab und konnte nach dem Gewinn seines Halbfinales als Dritter mit aufs Podium klettern. Das übrigens trotz eines schmerzenden Daumens, der wohl gebrochen ist – doch wenn einer auf die Zähne beißt in Sachen Rallycross, dann ist es Solberg.

Loeb,Ekström, Solberg
©IMG/McKlein via FIAWorldRallycross.com

Das Finale war überhaupt in Sachen Fahrer mehr als stark besetzt. Neben Ekström, Loeb und Solberg reihten sich noch Marklund, Kristoffersson und Francois Duval in der Startaufstellung auf. Marklund erwischte einen grandiosen Start und befand sich auf Rang 2, eher er sich drehte und das gute Resultat wegschmiss. Etwas behindert dadurch wurde Solberg, der den Anschluss an Loeb verlor, und sich am Ende knapp mit Rang 3 zufrieden geben musste, während Ekström nicht zu schlagen war. Die Ränge 4 bis 6 gingen an Marklund, Duval und Kristoffersson.

Im Halbfinale mussten sich unterdessen schon Timmy Hansen und Kevin Eriksson, sowie Davy Jeanney, Janis Baumanis und Timur Timerzyanov verabschieden. Auch Reinis Nitiss im Team von All-Inkl.com Münnich Motorsport musste im ersten Semifinale die Segel streichen, aber dieses als 12. nach den Vorläufen überhaupt zu erreichen war schon ein großer Schritt für den neuen Seat Ibiza RX. Da wird sicher noch mehr kommen.

Seat Ibiza RX - All-Inkl.com Münnich Motorsport
©IMG/McKlein via FIAWorldRallycross.com

In Hockenheim noch obenauf, lief es derweil für Ford Focus-Hoonigan Pilot Ken Block und Mini-Fahrer Liam Doran überhaupt nicht, beide konnte nach den Qualifikationsläufen ihre sieben Sachen packen, Andreas Bakkerud im zweiten Focus RX kam auch auf keine guten Zeiten und musste ebenfalls das frühe Aus hinnehmen.

Vom 27. bis zum 29. Mai geht es nun auch schon weiter, dann steht der Traditionskurs im britischen Lydden Hill auf dem Programm. Ekström und Solberg haben das Heft in der Gesamtwertung aktuell eindeutig in der Hand, der Lauf des Schweden wird aber auch für den Norweger schwer zu stoppen sein.

[su_slider source=”media: 17140,17155,17154,17152,17151,17150,17149,17148,17147,17146,17143,17144,17141″ limit=”29″ target=”blank” width=”700″ height=”460″ title=”no” pages=”no”]

Bilder ©IMG/McKlein via FIAWorldRallycross.com

Share: Beitrag teilen