WorldRX goes Hell – Vorschau Rallycross-WM Norwegen

WorldRX Hell #HellRX
©FIAWorldRallycross.com

HellRX – Preview auf den 5. WM-Lauf 2018

Die Rallycross-Weltmeisterschaft macht am kommenden Wochenende den ersten Halt in Skandinavien in dieser Saison. Im norwegischen Hell können wir dann wieder enge Duelle um die Rennsiege und den Finaltriumph erwarten.

Schon im Vorjahr machten drei Piloten die ersten Ränge unter sich aus, die wir auch in dieser Saison zu den Favoriten zählen müssen. Johan Kristoffersson gewann hier vor Lokalmatador Andreas Bakkerud, damals noch im Ford Focus unterwegs. Der Norweger kommt bei EKS Audi aber immer besser in Schuss, so dass er extra motiviert sein dürfte.

Der Vorjahresdritte, Sébastien Loeb, hätte nichts dagegen, den ersten Teil der skandinavischen Festspiele im Kalender zu stören und hat auch allen Grund zum Optimismus. Peugeot hat ordentlich aufgeholt und ist von der Pace her dabei, es waren bisher vor allem die Starts, die in den letzten Rennen am Ende entscheidend waren.

EKS Audi siegeshungrig –  Bakkerud vor dem Heimspiel

Bei EKS Audi freut sich derweil Andreas Bakkerud auf sein Heimspiel. Der norwegische Audi-Pilot hat besonders enthusiastische Fans; in jedem Fahrerlager der Welt fallen sie mit ihren hellblauen T-Shirts und ihrem Gesang auf. Vor der heimischen Kulisse werden sie ihren Helden besonders zahlreich und frenetisch anfeuern. „Ich freue mich riesig darauf“, so Bakkerud, der diverse Aktionen mit seinen Fans plant. „Hell ist mein Heimspiel und gleichzeitig eine meiner absoluten Lieblingsstrecken. Nach meinem Podium für EKS Audi Sport in Silverstone möchte ich mehr – am liebsten natürlich einen Sieg.“

Diesen holte Bakkerud in Norwegen schon einmal: 2016 gelang ihm dort als erstem Fahrer in der Geschichte der Rallycross-WM ein perfektes Wochenende mit sechs Siegen bei sechs Rennen und maximaler Punktausbeute. Im vergangenen Jahr wurde er in Hell Zweiter.

Rallycross-WM
©sba-fotografie.de

Auch Teamchef Mattias Ekström stand auf der Berg-und-Tal-Bahn in der Nähe von Trondheim bereits auf dem Podium. 2016 wurde er Dritter. „Die Strecke ist einfach fantastisch“, so der Schwede. „Meine Lieblingskurve ist Turn 2, eine Linkskurve bergab. Da denkt man, das Auto bekommt einen Schub Extra-Power. Der Eingang zur Joker-Runde ist einer der besten. Da stelle ich das Auto mit hoher Geschwindigkeit richtig schön quer. Die Zuschauer können die Strecke von fast allen Plätzen ganz einsehen. Und das Rennen in Hell wird für mich sowieso immer ein besonderes sein, weil dort 2014 die EKS-Story begann.“

EKS Audi Sport hat zwischen Silverstone und Hell in Schweden Stoßdämpfer getestet und Starts geprobt, um den 580 PS starken Audi S1 EKS RX quattro zu optimieren. „Wir sind in diesem Jahr sehr stark“, sagt Mattias Ekström. „Aber wir müssen uns weiter verbessern, damit wir die Teams von Peugeot und Volkswagen besiegen – und das wollen wir!“

Best of the Rest – GRX hofft auf Finalteilnahme

Hinten den Top 3 von Volkswagen, Peugeot und Audi haben sich die Hyundai i20 Supercars von Grönholm RX festgesetzt. Niclas Grönholm und Timur Timerzyanov sind ziemlich sichere Semifinal-Kandidaten, wobei Grönholm im i20 bislang stärker unterwegs ist als sein russischer Teamkollege.

Niclas Grönholm schaffte es in Spanien und in England in den Finaldurchgang, mit etwas Glück könnte ihm das vielleicht auch wieder in Hell gelingen. Bei GRX hat man sich auf Arbeiten am Setup konzentriert, man hofft auf größere Entwicklungssprünge später im Jahr.

GRX Hyundai i20 Rallycross Supercar
©racing14.de

Blick ins Feld – Alex Wurz bei MJP Racing

In Hell ist auch wieder das österreichische Team von MJP Racing mit an Bord, diesmal mit Max Pucher selber am Steuer eines Ford Fiesta Lion RX3, mit einem zweiten Boliden wird sich Alex Wurz in der Rallycross-WM versuchen.

Der Brite Oliver Bennett hofft unterdessen auf bessere Ergebnisse mit seinem Mini Cooper Supercar als noch in Silverstone, dazu sind auch wieder Anton Marklund und Tommy Rustad mit im Feld, wie schon beim vorherigen Lauf in England.

Neben Janis Baumanis setzt man diesmal beim Team STARD den zweiten Fiesta für den Finnen Joni-Pekka Rajala ein, während Kjetil Larsen in einem Polo die Skandinavien-Fraktion weiter stärken wird. Insgesamt sind in der WorldRX für die 2081er Ausgabe des Auftrittes in Hell 22 Piloten gemeldet.

Hell – Der Rallycross-Himmel

Rallycross ist in Norwegen äußerst beliebt, es wird also voll werden auf den Rängen in Hell. Die in der Nähe von Trondheim gelegenen Strecke feiert in diesem Jahr übrigens ihren 30. Geburtstag und war die erste Asphalt-Rennstrecke Norwegens, die 1988 eröffnet wurde.

Wie gehabt werden die Semifinals und das Finale der WorldRX am kommenden Sonntag ab 14 Uhr (MESZ) im Livestream auf www.fiaworldrallycross.com gezeigt. In Deutschland überträgt ProSieben Fun live.

Neben der WorldRX sind in Hell auch die Klassen Super1600, Touring Cars und die RX2 International Series am Start, letztere kommt mit dem bisher stärksten Feld des Jahres um die Ecke – 18 Fahrer wollen hier den Sieg bei den Supercar Lites.

Freuen wir uns also auf spannende Rallycross-Duelle am kommenden Wochenende in der “Hölle“, getreu dem Slogan der norwegischen Strecke: “Hell is like heaven if you love rallycross“ – In diesem Sinne, Keep Rallying!

HellRX
©QBA@Q-MEDIA.COM.PL – RX2 2018

Infos HellRX

  • Strecke Lånkebanen Hell, 30 km nordöstlich von Trondheim
  • Streckenlänge 1,019 km (Joker-Runde: 1,110 km)
  • Untergrund 63 Prozent Asphalt, 37 Prozent Schotter
  • Kurven 3 links, 6 rechts
  • Topspeed ca. 156 km/h
  • Schnitt ca. 97 km/h
  • Weitester Sprung ca. 16 m
  • Rennlänge 4 Runden (Qualifying), 6 Runden (Halbfinale und Finale)

Zeitplan #HellRX Rallycross-WM Norwegen 2018 (Ortszeit, MESZ)

  • Freitag, 8.Juni
  • 18.00 Uhr Freies Training 1
  • Samstag, 9. Juni
  • 09.30 Uhr Freies Training 2
  • 11.00 Uhr Qualifying 1 (Q1)
  • 14.00 Uhr Qualifying 2 (Q2)
  • Sonntag, 10. Juni
  • 08.30 Uhr Warm-up
  • 10.00 Uhr Qualifying 3 (Q3)
  • 12.00 Uhr Qualifying 4 (Q4)
  • 15.00 Uhr Halbfinale und Finale
  • 15.50 Uhr Siegerehrung