WorldRX – Rallycross-Vorschau Belgien

#MettetRX
©IMG/McKlein via FIAWorldRallycross.com – MettetRX 2016

Rallycross Belgien – MettetRX – Rekord für Ekström oder ein neuer Sieger?

In der Rallycross-WM geht es derzeit Schlag auf Schlag. Nach dem Auftritt in Hockenheim geht es nun schon am Wochenende im belgischen Mettet weiter. Die große Frage vor dem nächsten Event ist zweifelsohne: wer kann Mattias Ekström schlagen? Dreimal stand der amtierende Weltmeister ganz oben, wenn er dies in Belgien erneut schafft, ist dies ein absoluter Rallycross-Rekord.

Die Voraussetzung für die Konkurrenz, hier die Siegesserie von Eki endlich zu stoppen, ist allerdings beim Blick zurück auf das letzte Jahr nicht sonderlich gut. Auch im Vorjahr gewann Ekström in Hockenheim und dann in Belgien – der Auftritt des Schweden anno 2016 war zudem äußerst dominant – am Ende stand ein Start-Ziel-Sieg des Schweden im Finaldurchgang.

Das Team von EKS bringt den Audi S1 EKS RX quattro immer rechtzeitig in Siegerform, auch wenn es mal in der Qualifikation nicht rund läuft. Und in Mettet muss Mattias Ekström auch nicht zwischen den Rennserien (WorldRX und DTM) hin-und herspringen, so dass man einfach den Weltmeister als Favorit Nummer 1 für den Triumph auf der Liste haben muss.

„Beim Blick auf die bisherigen Resultate können wir uns absolut nicht beklagen. Wir waren nicht immer die Schnellsten, aber die harte Arbeit meines Teams hat sich bislang immer ausgezahlt. In Hockenheim haben wir am Sonntag ein bisschen gefeiert, aber bereits am Montag ging es zurück in den Rennmodus. Wir werden in Mettet mit vollen Akkus an den Start gehen“, so Ekström vor dem Ausflug nach Belgien.

Ekström Rallycross
©FIAWorldRallycross.com – auch im Vorjahr in Belgien unschlagbar: Mattias Ekström

Verfolgerfeld – Volkswagen und Peugeot

Im Verfolgerfeld wird es in der Zwischenzeit auch enger. Sowohl Johan Kristoffersson, als auch Petter Solberg, würden gern den ersten Sieg des VW Polo bejubeln – nach den Rängen Vier, Drei und Zwei wäre es ja mal an der Zeit für einen Sieg.

Doch auch die erstarkten Peugeot 200 WRX in den Händen von Sébastien Loeb und Timmy Hansen sind wieder vorne mit dabei. Die gegenüber dem Vorjahr deutlich breiter gewordenen 208 schnuppern so langsam am Sieg. Vorbei müssen sie aber alle erstmal an Mattias Ekström, das wird schwer genug. Der Schwede liefert eine Top-Leistung nach der anderen ab, für die Spannung in der WM wäre natürlich ein weiterer Sieger langsam mal nötig.

Nicht nur Ekström, sondern auch Teamkollege Heikkinen liegt die Strecke. Er gewann auf dem Circuit Jules Tacheny in den Jahren 2014 und 2015 in einem Volkswagen Polo. „Ich mag die Strecke sehr“, sagt Heikkinen. „Das Layout unterscheidet sich von den anderen Kursen – technisch sehr anspruchsvoll, schnelle Zick-Zack-Kurven, langsame Haarnadelkurven und ein Sprung ins Tal.“

Hinzu kommt die enge erste Kurve, in der manche Fahrer schon ihre Hoffnungen auf vordere Platzierungen im Reifenstapel begraben mussten. Ekström weiß ein Lied davon zu singen. „2015 bekam ich nach dem Start einen Schubs und habe dann den Reifenstapel mitgenommen. Dabei ist die Motorhaube aufgeschlagen. Die Sicht war gleich null und ich musste aufgeben“. Doch beim aktuellen Lauf des Champions sollten die Gegner nicht auf einen solchen Moment hoffen.

Rallycross Belgien
©FIAWorldRallycross.com/Tom Banks

In Hockenheim stand zum zweiten Mal nach Portugal kein Privatfahrer im Finale. Vor allem die Piloten der Ford Fiesta verpassten den Einzug in den Finallauf aber nur knapp, allen voran Timo Scheider. Aber auch die Piloten des STARTD-Teams und Scheiders Teamkollege Kevin Ericsson sind von ihrer Leistung her dafür Kandidaten. Aber es wird mit zunehmenden Saisonverlauf allem Anschein nach immer schwerer, hier am Ball zu bleiben. Im Sinne der Spannung und Vielfalt kann man den Fiesta-Jungs nur die Daumen drücken, dass es der ein oder andere schafft, unter den letzten Sechs dabei zu sein.

Der dritte Audi-Pilot am Steuer eines S1, Reinis Nitišs, zeigt zudem eine steigende Tendenz, so dass auch er ein Kandidat fürs Finale ist. „Das Vertrauen in mein Auto steigt mit jedem Rennen und die Strecke in Mettet liegt nicht nur Mattias und Topi“, so der EKS-Neuzugang. „2015 bin ich in Belgien Dritter geworden und mein Ziel ist, auch in diesem Jahr einen Pokal mit nach Hause nehmen.

Pokale ist an sich auch Andreas Bakkerud gewohnt, doch der Ford Focus-Pilot erlebt schwierige Wochen. Im Vorjahr war er in Belgien nicht im Finale, für den Norweger geht es darum, nach und nach den Weg wieder an die Spitze zurück zu finden. Eine Finalteilnahme wäre für seine Ambitionen 2017 enorm wichtig.

Albatec Racing
©IMG/McKlein via FIAWorldRallycross.com

Blick ins Feld – Duval im Peugeot 208 WRX

Neben den 18 fixen Startern gibt es am kommenden Wochenende auch ein Wiedersehen mit Francois Duval. Der ehemalige WRC-Rallye-Pilot wird am Steuer eines Peugeot 208 sitzen, der von Albatec Racing eingesetzt wird.

„Ich bin sehr glücklich bei meinem Heimrennen für Albatec Racing zu fahren, so der 36-jährige. Im Prinzip fahren wir das gleiche Auto wie Sébastien Loeb, was natürlich großartig ist. Ich habe das Auto von Albatec im Wettbewerb gesehen und bin zuversichtlich, dass die Arbeit, die sie im Winter gemacht haben, uns in eine gute Position für ein gutes Resultat bringt. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ich einen Peugeot fahren, also ist es für mich wieder etwas Neues. Ich kann es nicht erwarten, in Mettet zu starten“, so Duval weiter.

Ebenfalls im Feld mit dabei ist Michael De Keersmaecker, seines Zeichens ehemaliger Europameister der Super1600. Der Belgier geht in einem Ford Fiesta an den Start. Das DA Racing Team bringt seinen zweiten Peugeot 208 WRX mit für Gergoire Demoustier, der schon in Barcelona und Montalegre am Start war.

Der Franzose Guerlain Chicherit macht sich weiter mit der Rallycross-WM-Szene vertraut und wird seinen Renault Clio am Start haben, das alles in Vorbereitung für das kommende Jahr im Megane Supercar. Auch der Pole Martin Kaczmarski (Ford Fiesta) ist wieder mit von der Partie und der Ungar Tamas Karai kommt mit einem Audi A1 um die Ecke gedriftet.

In erster Linie wird aber auch der belgische Auftritt der Rallycross-WM in diesem Jahr unter dem Motto – Alle jagen Ekström – laufen, ob und wer die Siegesserie des schnellen Schweden durchbrechen kann, werden wir erst am kommenden Sonntag erfahren, wie gehabt im Livestream der Rallycross-WM. In diesem Sinne, Keep Rallying!

Rallycross Belgien Mettet
©IMG/McKlein via FIAWorldRallycross.com

Infos MettetRX

  • Strecke Circuit Jules Tacheny, 80 km südöstlich von Brüssel in der Wallonie
  • Streckenlänge 1,031 km (Joker-Runde: 1,102 km)
  • Untergrund 61% Asphalt, 39% Schotter
  • Kurven 6 links, 6 rechts
  • Topspeed ca. 171 km/h
  • Nennungen 24 Supercars
  • RundenrekordMattias Ekström (S), 38,416 Sek. (2016)
  • Sieger 2016 Mattias Ekström (S), 3.58,967 Min.
  • Rennlänge 4 Runden (Qualifying), 6 Runden (Halbfinale und Finale)

Zeitplan, Ortszeit (MESZ)

  • Freitag, 12. Mai
  • 17.25–18.25 Uhr Freies Training 1
  • Samstag, 13. Mai
  • 09.30–10.30 Uhr Freies Training 2
  • 11.00–12.30 Uhr Qualifying 1 (Q1)
  • 13.40–15.10 Uhr Qualifying 2 (Q2)
  • Sonntag, 14. Mai
  • 10.00–11.00 Uhr Qualifying 3 (Q3)
  • 12.00–13.00 Uhr Qualifying 4 (Q4)
  • 15.00–15.50 Uhr Halbfinale und Finale
Share: Beitrag teilen