WorldRX – Wachablösung

Mattias Ekström - Sieger BarcelonaRX
©FIAWorldRallycross.com

Mattias Ekström – Saisonsieg Nummer 4 und WM-Führung

Beim Auftritt der Rallycross-Weltmeisterschaft in Barcelona hielten letztes Wochenende vor allem die Reifen am Audi S1 RX quatrro von Matthias Ekström, der bei den vorherigen Auftritten hier ständig vom Pech verfolgt war. Nach den Qualifikationsläufen lag der Schwede noch auf Rang 3, hier hatte noch knapp Timmy Hansen die Führung vor Johan Kristoffersson inne, doch ab dem Halbfinale ließ Eki nichts mehr anbrennen und gewann sowohl das Semi-, als auch das Finale, in dem er ein blitzsauberes Rennen ablieferte.

Da der bisherige WM-Spitzenreiter Petter Solberg bereits im Halbfinale mit Rang 4 knapp hinter Robin Larsson als Vierter ins Ziel kam und somit den Finaleinzug verpasste, ging nach langer Zeit die Führung in der Weltmeisterschaft nun auf Ekström über, der aus Barcelona 10 Punkte Vorsprung in die restlichen drei Veranstaltungen des Jahres mitnehmen kann.

BarcelonaRX
©FIAWorldRallycross.com

Das Team von EKS kehrte in Barcelona zu alter Stärke zurück, Toomas „Topo“ Heikkinen war ebenfalls auf dem Weg ins Finale, eine Kollision mit Andreas Bakkerud machte diese Hoffnungen aber zunichte. Der bekam dafür eine Strafe aufgebrummt und wurde auf den letzten Platz zurückversetzt, Rang 4 hätte aber eh nicht für das Finale gereicht. Nach den letzten Höhenflügen des Norwegers ist der Ford Focus-Pilot jetzt schon 34 Zähler hinter der WM-Spitze, seine Chancen haben in Spanien einen herben Dämpfer bekommen.

Petter Solberg - Barcelona2016
©FIAWorldRallycross.com – Petter Solberg

WM-Führung futsch – Solberg frustriert

Petter Solberg scheiterte nach einem Dreikampf mit Sébastien Loeb und Robin Larsson im Halbfinale. Loeb erreichte die Ziellinie gar nicht mehr, nachdem er einen Reifenstapel touchierte und danach umgedreht wurde. Für den amtierenden Rallycross-Weltmeister begann dazu das Wochenende mit Problemen am Motor seines Citroën DS3 RX  – das Ekström-Pech der letzten Woche ging in Barcelona auf den Norweger über. Dennoch bleibt der Zweikampf an der WM-Spitze spannend.

Johan Kristoffersson
©FIAWorldRallycross.com

Kristoffersson mit Strafe – Team Austria auf dem Vormarsch

Nach einem schwachen Start in den Qualifikationsdurchgängen konnte sich unterdessen Johan Kristoffersson stets verbessen und ein Wort an der Spitze mitreden. Nach Rang 2 im Semifinale verlief der Endlauf für den Polo RX-Piloten aber alles andere als rund. Im Ziel eigentlich Dritter wurde er auf den sechsten und letzten Platz aufgrund einer Kollision strafversetzt. Sein Manöver gegen den Russen Timerzyanov war etwas zu viel des Guten. Das Comeback von Robin Larsson in einem Finallauf endete mit einem beschädigten Rad auf Platz 5.

WorldRX Barcelona 2016
©FIAWorldRallycross.com

Freuen durfte man sich in Spanien beim Team Austria. Timur Timerzyanov und Janis Baumanis erreichten das Finale und belegten am Ende die Plätze 3 und 4. Timerzyanov gewann sein Halbfinale und musste sich neben Ekström nur noch hinter Peugeot-Pilot Timmy Hansen anstellen, für den es mit Platz 2 im Finale auch wieder deutlich besser lief – einzig Ekström war an diesem Tag nicht zu schlagen.

Seat IbizaRX - Münnich Motorsport
©FIAWorldRallycross.com

Münnich Motorsport – spanische Enttäuschung

Für die Seat Ibizas lief es in Barcelona dagegen gar nicht – nach den Qualifikationsläufen konnte man mit den Rängen 17 (Timo Scheider) und 18 (René Münnich) schon wieder einpacken. Dabei war der Auftakt für den DTM-Piloten gar nicht mal so schlecht, als er sich in seinem ersten Vorlauf auf Rang 3 festsetzen konnte. Leider knallte er aber im zweiten Lauf gegen die Streckenbegrenzung, was die linke Vorderradaufhängung nicht schadlos überstand.

Rallycross-WM Barcelona
©FIAWorldRallycross.com

Drei Stationen zum Titel – Ekström gibt WorldRX den Vorzug

Lettland als neues Event ist der nächste Stopp der Rallycross-Weltmeisterschaft am 1. und 2. Oktober, bevor es am 15. und 16. Oktober auf dem Estering in Buxtehude quer um die Kurven geht. Mattias Ekström hat nun die Freigabe erhalten, die DTM am Estering-Wochenende sausen zu lassen und sich um den Titelkampf in Sachen Rallycross zu kümmern.

Einen Petter Solberg schlägt man auch sicherlich nicht, wenn man ein Rennen auslassen muss, das steht außer Frage. Wahrscheinlich wird es aber zum Showdown beim Saisonfinale am 26. und 27. November in Argentinien kommen. In diesem Sinne, Keep Rallying!

 

Share: Beitrag teilen