WRC2 – Tidemand rollte das Feld von hinten auf

WRC2 Tidemand
©ŠKODA

Dritter WRC2-Sieg in Portugal für Pontus Tidemand

Die Rallye Portugal war ein ständiges Auf und Ab für die Skoda-Werkspiloten. Nach frühem Pech mit zwei Reifenschäden am Freitag starteten die amtierenden WRC 2-Champions Pontus Tidemand/Jonas Andersson aber eine Aufholjagd sondergleichen und stürmten am Samstag von der fünften Position zurück an die Spitze der WRC 2-Kategorie.

Die Skoda-Junioren Juuso Nordgren/Tapio Suominen zeigten unterdessen bei ihrer ersten Rallye Portugal große Fortschritte und fuhren im Fabia R5 mit schnellen Zeiten auf den Wertungsprüfungen trotz insgesamt fünf Reifenschäden am Ende auf den sechsten Rang in der WRC 2-Kategorie.

Der abschließende Sonntag der Rallye Portugal führte über fünf weitere Wertungsprüfungen mit mehr als 50 Kilometer schneller und harter Schotterpisten.

Das Highlight für die Zehntausenden der Rallye-Fans war hierbei sicherlich die spektakuläre und berühmte Fafe-Sprungkuppe.

Pontus Tidemand setzte auf der ersten Prüfung des Sonntags die Bestzeit, gefolgt von seinem jungen Teamkollegen Juuso Nordgren. Beide Skoda Werks-Besatzungen beendeten schließlich die Rallye mit einer schnellen und kontrollierten Fahrt.

Sieger Tidemand war im Ziel dementsprechend glücklich. „Nach unserem Pech am Freitag habe ich nie meine Zuversicht verloren, da ich wusste, wie gut der Skoda Fabia R5 auf den portugiesischen Schotterpisten funktioniert. Es ist einfach fantastisch, hier zum dritten Mal zu gewinnen“, freute sich der amtierende WRC 2-Champion.

WRC2 Portugal
©ŠKODA

Hartes “Schotterpflaster“ bei der Rallye Portugal

Der privat eingesetzte Fabia R5 des Polen Lukasz Pieniazek wurde nach einer sauberen Vorstellung am Ende Zweiter und landete damit noch vor Stéphane Lefebvre im Citroën C3 R5. Der Franzose hatte zwischenzeitlich die Führung inne, musste diese aber nach mehreren Reifenschäden und einer beschädigten Antriebswelle kampflos aufgeben, immerhin rettete er sich noch als Gesamtdritter ins Ziel.

Viele Reifenschäden und Ausfälle prägten auch in der WRC2 in Portugal das Bild. Gus Greensmith war ebenfalls einer der Leidtragenden, nachdem der Brite in Führung lag, ereilten auch ihn zwei Reifenschäden und er landete im Ford Fiesta nur auf dem achten Rang., Auch andere Kandidaten für die vorderen Ränge mussten ihre Boliden frühzeitig abstellen, etwas Schweden-Überraschungssieger und Toyota-Junior Katsuta Takamoto, Hyundai-Junior Jari Huttunen oder Simone Tempestini.

WRC2 Rallye Portugal C3 R5
©Ricardo Oliveira via Citroën Racing Media

Am Ende war es also wieder einmal Tidemand, der sich ein weiteres Mal für höhere Aufgaben in der Zukunft empfehlen konnte. Skoda Motorsport-Chef Michal Hrabánek freute sich jedenfalls darüber, dass die Mannschaft nach anfänglichen Schwierigkeiten die Rallye Portugal doch noch gewinnen konnte.

„Es ist schön, dass wir von bislang sechs Läufen zur WRC 2 in diesem Jahr bereits fünf gewinnen konnten. Mit seinem dritten Sieg hat sich Pontus außerdem in eine ideale Ausgangslage gebracht, um seinen WRC 2-Titel erneut verteidigen zu können. Juuso hat sein Potenzial mit einigen wirklich schnellen Zeiten auf den Wertungsprüfungen aufblitzen lassen. Glückwunsch auch an ŠKODA Privatfahrer Lukas Pieniazek, der eine tolle Leistung abgeliefert hat und Zweiter in der WRC 2-Kategorie wurde“, so Hrabánek. In diesem Sinne, Keep Rallying!

Ford Fiesta R5 WRC2 Portugal
©M-Sport