WRX – Adieu Champion

Johan Kristoffersson
©McKlein/Volkswagen AG

Johan Kristoffersson 2019 nicht mehr in der WorldRX

Überraschend kam dieser Abschied sicher nicht, doch für die Rallycross-WM ist es ein weiterer Rückschlag. Nach dem Rückzug von PSRX aus der WorldRX für das kommende Jahr, wird nun auch der Doppelweltmeister und Seriensieger der letzten Jahre, Johan Kristoffersson, der Weltmeisterschaft vorerst zumindest den Rücken zukehren.

Der Schwede wechselt innerhalb der Volkswagen Familie vom Polo R Supercar zum Golf GTI TCR und wird 2019 erstmals im FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) antreten. Der 30-Jährige hat allerdings bereits Erfahrung mit dem Renntourenwagen aus Wolfsburg – er gewann mit dem Golf GTI TCR jüngst erst den Fahrertitel in der TCR Scandinavia.

Bei der Mannschaft von Sébastien Loeb Racing, die im nächsten Jahr vier von Volkswagen werksunterstützte Fahrzeuge einsetzen wird, wird Kristoffersson dann Teamkollege von Rob Huff  und Mehdi Bennani, die beide auch für 2019 dem Team ihre Zusage gegeben haben. Der vierte Fahrer wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

„Der FIA Tourenwagen-Weltcup ist eine sehr gute Plattform für den Golf GTI, um sportliche Leistungsfähigkeit vor einer weltweiten Fangemeinde zu zeigen“, betont Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor. „Gleichzeitig ist die Konkurrenz enorm – für Volkswagen Grund genug, das Engagement zu verstärken. Ich freue mich sehr, dass wir Rob Huff und Mehdi Bennani auch nächstes Jahr wieder im GTI sehen werden. Zusammen mit unserem Rallycross-Champion Johan Kristoffersson haben wir ein starkes Fahrer-Line-up für 2019.“

VW Golf TCR
©Micke Fransson/teambild.se via Volkswagen AG

Elf Siege in zwölf Rennen, davon neun in Serie – Johan Kristoffersson  setzte in der FIA Rallycross-Weltmeisterschaft WRX in der abgelaufenen Saison 2018 neue Maßstäbe. 2012 und 2018 wurde der Schwede zudem mit Volkswagen in seiner Heimat STCC-Champion. Mit seinem Wechsel in die WTCR stellt sich Kristoffersson jetzt also einem neuen Wettbewerb.

„Ich bin voller Vorfreude auf die WTCR“, so Kristoffersson. „Nach vier Jahren im Rallycross wird 2019 die erste komplette Tourenwagen-Saison auf internationalem Parkett seit 2013 für mich. Fast alle Strecken sind absolutes Neuland und damit eine riesige Herausforderung. Außerdem freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit meinen neuen Teamkollegen, allen voran Ex-Tourenwagen-Weltmeister Rob Huff. Sébastien Loeb Racing ist zudem ein erfahrenes Team, und ich bin froh, innerhalb der Volkswagen Familie zu wechseln.“

So werden es 2019 andere sein, die den Titel des Rallycross-Weltmeisters unter sich ausmachen werden, auch wenn das Feld bislang, wie erwartet, zahlenmäßig längst noch nicht überzeugen kann.

Johan Kristoffersson
©FIAWorldRallycross.com

Münnich Motorsport und Timo Scheider 2019 mit Vollzeitprogramm

Tim Scheider konnte bei seinen bisherigen Rallycross-Auftritten stets überzeugen und gemeinsam mit dem Seat Ibiza Supercar von Münnich Motorsport geht der ehemalige DTM-Champion das Unternehmen WorldRX 2019 erneut an, diesmal wird man ihn allerdings bei allen Events sehen. Mit dem Rückzug der Werks- bzw. werksunterstützten Teams kann man hier auch sportlich auf einen großen Schritt nach vorne hoffen.

WRX Timo Scheider
©FIAWorldRallycross.com

Mit dem österreichischen Team von STARD hat sich nun ein weiteres Team für den Verbleib in der WorldRX 2019 entschieden. Janis Baumanis ist als Fahrer gesetzt und hat sicher in einem neu aufgebauten Ford Fiesta Supercar kein schlechten Chancen, an die Spitze zu fahren. Der Einsatz eines zweiten Wagens ist in Planung, aber noch nicht fix.  Auch die Mannschaft von Xite Racing setzt im kommenden Jahr weiter auf die Rallycross-WM, bislang setzte man bei einigen Events einen Mini Cooper für Oliver Bennett, diese Kombination können wir auch für die kommenden Saison erwarten.

Janis Baumanis
©FIAWorldRallycross.com

Aktuell fehlt es noch an Neuigkeiten rund um die Renault Megane von GCK und die Hyundai i20 Supercars von GrönholmRX.

Grundsätzlich wird die WM im nächsten Jahr vielen Privatteams die Möglichkeit geben zu glänzen, es bleibt aber abzuwarten, wie viele Supercars sich denn tatsächlich zum Saisonstart einfinden werden. Dass der auch noch in Abu Dhabi stattfinden wird, ist dabei sicher alles anders als hilfreich, ein Kalender mit klassischen Rallycross-Pisten hätte der WM für 2019 mehr als gut getan, doch die Entscheidung für neue Austragungsorte fiel halt, als man noch auf geballte Werkspower setzte. In diesem Sinne, Abwarten und Tee trinken und Keep Rallying!

Share: Beitrag teilen